{\rtf1\mac\deff2 {\fonttbl{\f0\fswiss Chicago;}{\f2\froman New York;}{\f3\fswiss Geneva;}{\f4\fmodern Monaco;}{\f11\fnil Cairo;}{\f13\fnil Zapf Dingbats;}{\f14\fnil Bookman;}{\f15\fnil N Helvetica Narrow;}{\f16\fnil Palatino;}{\f18\fnil Zapf Chancery;} {\f20\froman Times;}{\f21\fswiss Helvetica;}{\f22\fmodern Courier;}{\f23\ftech Symbol;}{\f24\fnil Mobile;}{\f33\fnil Avant Garde;}{\f34\fnil New Century Schlbk;}{\f37\fnil Cavanaugh;}{\f45\fnil Obliqe;}{\f55\fnil Icon;}{\f69\fnil kroY weN;} {\f88\fnil Calligraphy;}{\f100\fnil Camelot;}{\f130\fnil Chicago LW;}{\f131\fnil Chicago Ridge;}{\f132\fnil Wartburg;}{\f150\fnil I Times Italic;}{\f191\fnil Dallas;}{\f201\fnil Tiffany;}{\f204\fnil Sydney;}{\f213\fnil Memphis;} {\f1024\fnil American Heritage;}{\f1025\fnil Lucida Bright;}{\f1787\fnil ChemHelvet;}{\f1850\fnil Grunge;}{\f2000\fnil Garamond Narrow;}{\f2002\fnil Book Antiqua;}{\f2007\fnil Delphian;}{\f2017\fnil Lubalin Graph;}{\f2024\fnil Machine;} {\f2029\fnil Nadianne;}{\f2036\fnil Old English Text;}{\f2038\fnil Onyx;}{\f2040\fnil Oxford;}{\f2046\fnil Swing;}{\f2052\fnil Zeal;}{\f2490\fnil DeltaSymbol;}{\f2515\fnil MT Extra;}{\f2944\fnil Handwriting;}{\f3016\fnil Vivaldi;} {\f5672\fnil Tekton BoldOblique;}{\f5673\fnil Tekton Bold;}{\f13101\fnil Tekton Oblique;}{\f13102\fnil Tekton;}{\f14560\fnil AGaramond SemiboldItalic;}{\f14561\fnil AGaramond Semibold;}{\f14562\fnil AGaramond;}{\f14563\fnil AGaramond Italic;} {\f14811\fnil Helvetica Compressed;}{\f14974\fnil Helvetica Black;}}{\colortbl\red0\green0\blue0;\red0\green0\blue255;\red0\green255\blue255;\red0\green255\blue0;\red255\green0\blue255;\red255\green0\blue0;\red255\green255\blue0;\red255\green255\blue255;} {\stylesheet{\s245 \fs18\up6 \sbasedon0\snext0 footnote reference;}{\s246 \fs20 \sbasedon0\snext246 footnote text;}{\sbasedon222\snext0 Normal;}}{\info{\title Mendel.Versuche.rtf}{\subject MendelWeb version}{\author Roger B. Blumberg}} \margl1440\margr1440\widowctrl\ftnbj\ftnrestart \sectd \sbknone\linemod0\linex0\cols1\endnhere \pard\plain \qc\box\brdrth \brdrbtw\brdrth \phmrg {\b\f16\fs28 MendelWeb: Mendel's Original Paper \par }\pard {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360\tx10080\tx10800\tx11520\tx12240\tx12960\tx13680\tx14400\tx15120 {\b\f16\fs28 \par Versuche \'9fber Pflanzen-Hybriden.\par }{\f16 von}{\b\f16 }{\f16 Gregor Mendel.\par \par }{\f16\fs20 (Vorgelegt in den Sitzungen vom 8. Februar und 8. M\'8arz 1865)}{\b\f16 \par \par \par Einleitende Bemerkungen.\par }\pard \fi432\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 K\'9f nstliche Befruchtungen, welche an Zierpflanzen deshalb vorgenommen wurden, um neue Farben-Varianten zu erzielen, waren die Veranlassung zu den Versuchen, die hier besprochen werden sollen. Die auffallende Regelm\'8a ssigkeit, mit welcher dieselben Hybridformen immer wiederkehrten, so oft die Befruchtung zwischen gleichen Arten geschah, gab die Anregung zu weiteren Experimenten, deren Aufgabe es war, die Entwicklung der Hybriden in ihren Nachkommen zu verfolgen.\par \par Dieser Aufgabe haben sorgf\'8altige Beobachter, wie K\'9alreuter, G\'8artner, Herbert, Lecocq, Wichura u. a. einen Theil ihres Lebens mit unerm\'9fdlicher Ausdauer geopfert. Namentlich hat G\'8artner in seinem Werke }{\i\f16 Die Bastarderzeugung im Pflanzenreiche}{\f16 sehr sch\'8atzbare Beobachtungen niedergelegt, und in neuester Zeit wurden von Wichura gr\'9fndliche Untersuchungen \'9fber die Bastarde der Weiden ver\'9a ffentlicht. Wenn es noch nicht gelungen ist, ein allgemein giltiges Gesetz f\'9fr die Bildung und Entwicklung der Hybriden aufzustellen, so kann das Niemanden Wunder nehmen, der den Umfang der Aufgabe kennt und die Schwierigkeiten zu w\'9f rdigen weiss, mit denen Versuche dieser Art zu k\'8ampfen haben. Eine endgiltige Entscheidung kann erst dann erfolgen, bis }{\i\f16 Detail-Versuche}{\f16 aus den verschiedensten Pflanzen-Familien vorliegen. Wer die Arbeiten auf diesem Gebiete \'9f berblickt, wird zu der Ueberzeugung gelangen, dass unter den zahlreichen Versuchen keiner in dem Umfange und in der Weise durchgef\'9fhrt ist, dass es m\'9aglich w\'8are, die Anzahl der verschiede nen Formen zu bestimmen, unter welchen die Nachkommen der Hybriden auftreten, dass man diese Formen mit Sicherheit in den einzelnen Generationen ordnen und die gegenseitigen numerischen Verh\'8altnisse feststellen k\'9annte. Es geh\'9a rt allerdings einiger Muth dazu, sich einer so weit reichenden Arbeit zu unterziehen; indessen scheint es der einzig, richtige Weg zu sein, auf dem endlich die L\'9asung einer Frage erreicht werden kann, welche f\'9f r die Entwicklungs-Geschichte der organischen Formen von nicht zu untersch\'8atzender Bedeutung ist.\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600 {\f16 Die vorliegende Abhandlung bespricht die Probe eines solchen Detail-Versuches. Derselbe wurde sachgem\'8ass auf eine kleinere Pflanzengruppe beschr\'8a nkt und ist nun nach Verlauf von acht Jahren im Wesentlichen abgeschlossen. Ob der Plan, nach welchem die einzelnen Experimente geordnet und durchgef\'9fhrt wurden, der gestellten Aufgabe entspricht, dar\'9fber m\'9a ge eine wohlwollende Beurtheilung entscheiden.\par \par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880 {\b\f16 Auswahl der Versuchspflanzen.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par Der Werth und die Geltung eines jeden Experimentes wird durch die Tauglichkeit der dazu ben\'9ftzten Hilfsmittel, sowie durch die zweckm\'8a ssige Anwendung derselben bedingt. Auch in dem vorliegenden Falle kann es nicht gleichgiltig sein, welche Pflanzenarten als Tr\'8ager der Versuche gew\'8ahlt und in welcher Weise diese durchgef\'9fhrt wurden.\par \par Die Auswahl der Pflanzengruppe, welche f\'9fr Versuche dieser Art dienen soll, muss mit m\'9ag1ichster Vorsicht geschehen, wenn man nicht in Vorhinein allen Erfolg in Frage stellen will.\par }\pard \tx-1 {\f16 \par Die Versuchspflanzen m\'9fssen nothwendig\par \par }\pard \li720 {\f16 1. Constant differirende merkmale besitzen.\par \par 2. Die Hybriden derselben m\'9fssen w\'8ahrend der Bl\'9fthezeit vor der Einwirkung jedes fremdartigen Pollens gesch\'9ftzt sein oder leicht gesch\'9ftzt werden k\'9annen.\par \par 3. D\'9frfen die Hybriden und ihre Nachkommen in den aufeinander folgenden Generationen keine merkliche St\'9arung in der Fruchtbarkeit erleiden.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par F\'8alschungen durch fremden Pollen, wenn solche im Verlaufe des Versuches vork\'8amen und nicht erkannt w\'9frden, m\'9fssten zu ganz irrigen Ansichten f\'9fhren. Verminderte Fruchtbarkeit, oder g\'8anzliche Sterilit\'8a t einzelner Formen, wie sie unter den Nachkommen vieler Hybriden auftreten, w\'9frden die Versuche sehr erschweren oder ganz vereiteln. Um die Beziehungen zu erkennen, in welchen die Hybridformen zu einander selbst und zu ihren Stammarten ste hen, erscheint es als nothwendig, dass die Glieder der Entwicklungsreihe in jeder einzelnen Generation }{\i\f16 vollz\'8ahlig}{\f16 der Beobachtung unterzogen werden.\par \par Eine besondere Aufmerksamkeit wurde gleich Anfangs den }{\i\f16 Leguminosen}{\f16 wegen ihres eigenth\'9fmlichen Bl\'9fthenbaucs zugewendet. Versuche, welche mit mehreren Gliedern dieser Familie angestellt wurden, f\'9f hrten zu dem Resultate, dass das Genus }{\i\f16 Pisum}{\f16 den gestellten Anforderungen hinreichend entspreche. Einige ganz selbst\'8a ndige Formen aus diesem Geschlechte besitzen constante, leicht und sicher zu unterscheidende Merkmale, und geben bei gegenseitiger Kreuzung in ihren Hybriden vollkommen fruchtbare Nachkommen. Auch kann eine St\'9a rung durch fremde Pollen nicht leicht eintreten, da die Befruchtungs Organe vom Schiffchen enge umschlossen sind und die Antheren schon in der Knospe platzen, wodurch die Narbe noch vor dem Aufbl\'9fhen mit Pollen \'9f berdeckt wird. Dieser Umstand ist von besonderer Wichtigkeit. Als weitere Vorz\'9fge verdienen noch Erw\'8ahnung die leichte Cultur dieser Pflanze im freien Lande und in T\'9apfen, sowie die verh\'8altnissm\'8assig kurze Vegetationsdauer derselben. Die k \'9fnstliche Befruchtung ist allerdings etwas umst\'8andlich, gelingt jedoch fast immer. Zu diesem Zwecke wird die noch nicht vollkommen entwickelte Knospe ge\'9a ffnet, das Schiffchen entfernt und jeder Staubfaden mittelst einer Pincette behutsam herausgenommen, worauf dann die Narbe sogleich mit den fremden Pollen belegt werden kann.\par \par Aus mehreren Samenhandlungen wurden im Ganzen 34 mehr oder weniger verschiedene Erbsensorten bezogen und einer zweij\'8ahrigen Probe unterworfen. Bei einer Sorte wurden unter einer gr\'9a sseren Anzahl gleicher Pflanzen einige bedeutend abweichende Formen bemerkt. Diese variirten jedoch im n\'8achsten Jahre nicht und stimmten mit einer anderen, aus derselben Samenhandlung bezogenen Art vollst\'8andig \'9f berein; ohne Zweifel waren die Samen bloss zuf\'8allig beigemengt. Alle anderen Sorten gaben durchaus gleiche und constante Nachkommen, in den beiden Probejahren wenigstens war eine wesentliche Ab\'8anderung nicht zu bemerken. F\'9f r die Befruchtung wurden 22 davon ausgew\'8ahlt und j\'8ahrlich, w\'8ahrend der ganzen Versuchsdauer angebaut. Sie bew\'8ahrten sich ohne alle Ausnahme.\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 Die systematische Einreihung derselben ist schwierig und unsicher. Wollte man die sch\'8a rfste Bestimmung des Artbegriffes in Anwendung bringen, nach welcher zu einer Art nur jene Individuen geh\'9aren, die unter v\'9allig gleichen Verh\'8altnissen auch v\'9allig gleiche Merkmale zeigen, so k\'9annten nicht zwei davon zu einer Art gez\'8a hlt werden. Nach der Meinung der Fachgelehrten indessen geh\'9art die Mehrzahl der Species Pisum sativum an, w\'8ahrend die \'9fbrigen bald als Unterarten von P. sativum, bald als selbst\'8a ndige Arten angesehen und geschrieben wurden, wie P. quadratum, P. saccharatum, P. umbellatum. Uebrigens bleibt die Rangordnung, welche man denselben im Systeme gibt, f\'9fr die in Rede stehenden Versuche v\'9a llig gleichgiltig. So wenig man eine scharfe Unterscheidungslinie zwischen Species und Variet\'8aten zu ziehen vermag, eben so wenig ist es bis jetzt gelungen, einen gr\'9fndlichen Unterschied zwischen den Hybriden der Species und Variet\'8a ten aufzustellen.\par \par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320 {\b\f16 Eintheilung und Ordnung der Versuche.\par }{\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 Werden zwei Pflanzen, welche in einem oder mehreren Merkmalen constant verschieden sind, durch Befruchtung verbunden, so gehen, wie zahlreiche Versuche beweisen, die gemeinsamen Merkmale unver\'8andert auf die Hybriden und ihre Nachkommen \'9f ber; je zwei differirende hingegen vereinigen sich an der Hybride zu einem neuen Merkmale, welches gew\'9ahnlich an den Nachkommen derselben Ver\'8anderungen unterworfen ist. Diese Ver\'8anderungen f\'9f r je zwei differirende Merkmale zu beobachten und das Gesetz zu ermitteln, nach welchem dieselben in den aufeinander folgenden Generationen eintreten, war die Aufgabe des Versuches. Derselbe zerf\'8a llt daher in eben so viele einzelne Experimente, als constant differirende Merkmale an den Versuchspflanzen vorkommen.\par \par Die verschiedenen, zur Befruchtung ausgew\'8ahlten Erbsenformen zeigten Unterschiede in der L\'8ange und F\'8arbung des Stengels, in der Gr\'9asse und Gestalt der Bl\'8atter, in der Stellung, Farbe und Gr\'9asse der Bl\'9fthen, in der L\'8ange der Bl\'9f thenstiele, in der Farbe, Gestalt und Gr\'9asse der H\'9flsen, in der Gestalt und Gr\'9asse der Samen, in der F\'8arbung der Samenschale und des Albumens. Ein Theil der angef\'9fhrten Merkmale l\'8a sst jedoch eine sichere und scharfe Trennung nicht zu, indem der Unterschied auf einem oft schwierig zu bestimmenden "mehr oder weniger" beruht. Solche Merkmale waren f\'9fr die Einzel-Versuche nicht verwend bar, diese konnten sich nur auf Charactere beschr\'8anken, die an den Pflanzen deutlich und entschieden hervortreten. Der Erfolg musste endlich zeigen, ob sie in Hybrider Vereinigung s\'8ammtlich ein \'9f bereinstimmendes Verhalten beobachten, und ob daraus auch ein Urtheil \'9fber jene Merkmale m\'9aglich wird, welche eine untergeordnete typische Bedeutung haben.\par }\pard \fi80\tx-1\tx80 {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 Die Merkmale, welche in die Versuche aufgenommen wurden, beziehen sich:\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\f16 \par }\pard \li360 {\f16 1. Auf den }{\i\f16 Unterschied in der Gestalt der reifen Samen}{\f16 . Diese sind entweder kugelrund oder rundlich, die Einsenkungen, wenn wclche an der Oberfl\'8ache vorkommen, immer nur seicht, oder sie sind unregelm\'8a ssig kantig, tief runzlig (P. quadratum).\par \par 2. Auf den }{\i\f16 Unterschied in der F\'8arbung des Samen-Albumens (Endosperms)}{\f16 . Das Albumen der reifen Samen ist entweder blassgelb, hellgelb und orange gef\'8arbt, oder es besitzt eine mehr oder weniger intensiv gr\'9f ne Farbe. Dieser Farbenunterschied ist an den Samen deutlich zu erkennen, da ihre Schalen durchscheinend sind.\par \par 3. Auf den }{\i\f16 Unterschied in der F\'8arbung der Samenschale}{\f16 . Diese ist entweder weiss gef\'8arbt, womit auch constant die weisse Bl\'9f thenfarbe verbunden ist, oder sie ist grau, graubraun, lederbraun mit oder ohne violetter Punctirung, dann erscheint die Farbe der Fahne violett, die der Fl\'9fgel purpurn, und der Stengel an den Blattachseln r\'9a thlich gezeichnet. Die grauen Samenschalen werden im kochenden Wasser schwarzbraun.\par \par 4. Auf den }{\i\f16 Unterschied in der Form der reifen H\'9flse}{\f16 . Diese ist entweder einfach gew\'9albt, nie stellenweise verengt, oder sie ist zwischen den Samen tief eingeschn\'9frt und mehr oder weniger runzlig (P. saccharatum).\par \par 5. Auf den }{\i\f16 Unterschied in der Farbe der unreifen H\'9flse}{\f16 . Sie ist entweder licht- bis dunkelgr\'9fn oder lebhaft gelb gef\'8arbt, an welcher Farbung auch Stengel, Blattrippen und Kelch theilnehmen.}{\fs18\up6 *{\footnote \pard\plain \s246\ri1440 \fs20 {\up6 *} Eine Art besitzt eine sch\'9ane braunrothe H\'9flsenfarbe, welche gegen die Zeit der Reife hin in Violett und Blau \'9fbergeht. Der Versuch \'9fber dieses Merkmal wurde erst im verflossenen Jahre begonnen.}}{\f16 \par \par 6. Auf den }{\i\f16 Unterschied in der Stellung der Bl\'9fthen}{\f16 . Sie sind entweder axenst\'8andig, d. i. l\'8angs der Axe vertheilt, oder sie sind endst\'8andig, am Ende der Axe geh\'8a uft und fast in eine kurze Trugdolde gestellt; dabei ist der obere Theil des Stengels im Querschnitte mehr oder weniger erweitert (P. umbellatum).\par \par 7. Auf den }{\i\f16 Unterschied in der Axenl\'8ange}{\f16 . Die L\'8ange der Axe ist bei einzelnen Formen sehr verschieden, jedoch f\'9f r jede insofern ein constantes Merkmal, als dieselbe bei gesunden Pflanzen, die in gleichem Boden gezogen werden, nur unbedeutenden Aenderungen unterliegt. Bei den Versuchen \'9f ber dieses Merkmal wurde der sicheren Unterscheidung wegen stets die lange Axe von 6-7' mit der kurzen von 3/4 bis 1 }{\f16\fs20 1/2}{\f16 ' verbunden.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par \par In zwei von den angef\'9fhrten differirenden Merkmalen wurden durch Befruchtung vereinigt. F\'9fr den\par \par }\pard \li720 {\f16 1. Versuch wurden 60 Befruchtungen an 15 Pflanzen vorgenommen.\par 2. " " 58 " 10 " "\par 3. " " 35 " 10 " "\par 4. " " 40 " 10 " "\par 5. " " 23 " 5 " "\par 6. " " 34 " 10 " "\par 7. " " 37 " 10 " "\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\f16 \par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 Von einer gr\'9asseren Anzahl Pflanzen derselben Art wurden zur Befruchtung nur die kr\'8aftigsten ausgew\'8a hlt. Schwache Exemplare geben immer unsichere Resnltate, weil schon in der ersten Generation der Hybriden und noch mehr in der folgenden manche Abk\'9ammlinge entweder gar nicht zur Bl\'9fthe gelangen, oder doch wenige und schlechte Samen bilden.\par \par Ferner wurde bei s\'8ammtlichen Versuchen die wechselseitige Kreuzung durchgef\'9fhrt in der Weise n\'8amlich, dass jene der beiden Arten, welche bei einer Anzahl Befruchtungen als Samenpflanze diente, bei der anderen als Pollenpflanze verwendet wurde. \par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 Die Pflanzen wurden auf Gartenbeeten, ein kleiner Theil in T\'9apfen gezogen, und mittelst St\'8aben, Baumzweigen und gespannten Schn\'9fren in der nat\'9f rlichen aufrechten Stellung erhalten. F\'9fr jeden Versuch wurde eine Anzahl Topfpflanzen w\'8ahrend der Bl\'9fthezeit in ein Gew\'8achshaus gestellt, sie sollten f\'9fr den Hauptversuch im Garten als Controlle dienen bez\'9fglich m\'9aglicher St\'9aru ngen durch Insecten. Unter jenen, welche die Erbsenpflanze besuchen, k\'9annte die K\'8aferspecies Bruchus pisi dem Versuche gef\'8ahrlich werden, falls sie in gr\'9asserer Menge erscheint. Das Weibchen dieser Art legt bekanntlich seine Eier in die Bl\'9f the und \'9affnet dabei das Schiffchen; an den Tarsen eines Exemplares, welches in einer Bl\'9fthe gefangen wurde, konnten unter der Loupe deutlich einige Pollenzellen bemerkt werden. Es muss hier noch eines Umstandes Erw\'8ahnung geschehen, der m\'9a glicher Weise die Einmengung fremden Pollens veranlassen k\'9annte. Es kommt n\'8amlich in einzelnen seltenen F\'8allen vor, dass gewisse Theile der \'9fbrigens ganz normal entwickelten Bl\'9fthe verk\'9fmmern, wodurch eine theilweise Entbl\'9a ssung der Befruchtungs-Organe herbeigef\'9fhrt wird. So wurde eine ma ngelhafte Entwicklung des Schiffchens beobachtet, wobei Griffel und Antheren zum Theile unbedeckt blieben. Auch geschieht es bisweilen, dass der Pollen nicht zur vollen Ausbildung gelangt. In diesem Falle findet w\'8ahrend des Bl\'9fhens eine allm\'8a lige Verl\'8angerung des Griffels statt, bis die Narbe an der Spitze des Schiffchens hervortritt. Diese merkw\'9frdige Erscheinung wurde auch an Hybriden von Phaseolus und Lathyrus beobachtet.\par \par Die Gefahr einer F\'8alschung durch fremden Pollen ist jedoch bei Pisum eine sehr geringe und vermag keineswegs das Resultat im grossen Ganzen zu st\'9a ren. Unter mehr als 10,000 Pflanzen, welche genauer untersucht wurden, kam der Fall nur einige wenige Male vor, dass eine Einmengung nicht zu bezweifeln war. Da im Gew\'8achshause niemals eine solche St\'9a rung beobachtet wurde, liegt wohl die Vermuthung nahe, dass Bruchus pisi und vielleicht auch die angef\'9fhrten Abnormit\'8aten im Bl\'9fthenbau die Schuld daran tragen.\par \par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880 {\b\f16 Die Gestalt der Hybriden.\par }{\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 Schon die Versuche, welche in fr\'9f heren Jahren an Zierpflanzen vorgenommen wurden, lieferten den Beweis, dass die Hybriden in der Regel nicht die genaue Mittelform zwischen den Stammarten darstellen. Bei einzelnen mehr in die Augen springenden Merkmalen, wie bei solchen, die sich auf die G estalt und Gr\'9asse der Bl\'8atter, auf die Behaarung der einzelnen Theile u. s. w. beziehen, wird in der That die Mittelbildung fast immer ersichtlich; in anderen F\'8a llen hingegen besitzt das eine der beiden Stamm-Merkmale ein so grosses Uebergewicht, dass es schwierig oder ganz unm\'9aglich ist, das andere an der Hybride aufzufinden.\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920 {\f16 Eben so verh\'8a lt es sich mit den Hybriden bei Pisum. Jedes von den 7 Hybriden-Merkmalen gleicht dem einen der beiden Stamm-Merkmale entweder so vollkommen, dass das andere der Beobachtung entschwindet, oder ist demselben so \'8ahnlich, dass eine sichere Unters cheidung nicht stattfinden kann. Dieser Umstand ist von grosser Wichtigkeit f\'9fr die Bestimmung und Einreihung der Formen, unter welchen die Nachkommen der Hybriden erscheinen. In der weiteren Besprechung werden jene Merkmale, welche ganz oder fast unver\'8andert in die Hybride-Verbindung \'9fbergehen, somit selbst die Hybriden-Merkmale repr\'8asentiren, als dominirende, und jene, welche in der Verbindung latent}{\b\f16 }{\f16 werden, als recessive bezeichnet. Der Ausdruck "recessiv" wurde desshalb gew\'8ahlt, weil die damit benannten Merkmale an den Hybriden zur\'9fcktreten oder ganz verschwinden, jedoch unter den Nachkommen derselben, wie sp\'8ater gezeigt wird, wieder unver \'8andert zum Vorscheine kommen.\par \par Es wurde ferner durch s\'8ammtliche Versuche erwiesen, dass es v\'9allig gleichgiltig ist, ob das dominirende Merkmal der Samen- oder Pollenpflanze angeh\'9art; die Hybridform bleibt in beiden F\'8a llen genau dieselbe. Diese interessante Erscheinung wird auch von G\'8artner hervorgehoben, mit dem Bemerken, dass selbst der ge\'9f bteste Kenner nicht im Stande ist, an einer Hybride zu unterscheiden, welche von den beiden verbundenen Arten die Samen- oder Pollenpflanze war.\par \par Von den differirenden Merkmalen, welche in die Versuche eingef\'9fhrt wurden, sind nachfolgende dominirend:\par \par }\pard \li720\tx-1\tx720 {\f16 1. Die runde oder rundliche Samenform mit oder ohne seichte Einsenkungen.\par 2. Die gelbe F\'8arbung des Samen-Albumens.\par 3. Die graue, graubraune oder lederbraune Farbe der Samenschale, in Verbindung mit violett-rother Bl\'9fthe und r\'9athlicher Mackel in den Blattachseln.\par 4. Die einfach gew\'9albte Form der H\'9flse.\par 5. Die gr\'9fne F\'8arbung der unreifen H\'9flse, in Verbindung mit der gleichen Farbe des Stengels, der Blattrippen und des Kelches.\par 6. Die Vertheilung der Bl\'9fthen l\'8angs des Stengels.\par 7. Das L\'8angenmass der gr\'9asseren Axe.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920 {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 Was das letzte Merkmal anbelangt, muss bemerkt werden, dass die l\'8angere der beiden Stamm-Axen von der Hybride gew\'9ahnlich noch \'9f bertroffen wird, was vielleicht nur der grossen Ueppigkeit zuzuschreiben ist, welche in allen Pflanzentheilen auftritt, wenn Axen von sehr verschiedener L\'8ange verbunden sind. So z. B. gaben bei wiederholtem Versuche Axen von 1' und 6' L\'8a nge in Hybrider Vereinigung ohne Ausnahme Axen, deren L\'8ange zwischen 6 und 7}{\f16\fs20 1/2}{\f16 ' schwankte. }{\i\f16 Die Hybriden der Samenschale}{\f16 sind \'9after mehr punctirt, auch fliessen die Puncte bisweilen in kleinere bl\'8a ulich-violette Flecke zusammen. Die Punctirung erscheint ha\'9ffig auch dann, wenn sie selbst dem Stamm-Merkmale fehlt.\par \par Die Hybridformen der }{\i\f16 Samen-Gestalt}{\f16 und des }{\i\f16 Albumens-entwickeln}{\f16 sich unmittelbar nach der k\'9fnstlichen Befruchtung durch die blosse Einwirkung des fremden Pollens. Sie k\'9a nnen daher schon im ersten Versuchsjahre beobachtet werden, w\'8ahrend alle \'9fbrigen selbstverst\'8andlich erst im folgenden Jahre an jenen Pflanzen hervortreten, welche aus den befruchteten Samen gezogen werden.\par \par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600 {\b\f16 Die erste Generation der Hybriden.\par }{\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 In dieser Generation treten }{\i\f16 nebst den dominirenden}{\f16 Merkmalen auch die }{\i\f16 recessiven}{\f16 in ihrer vollen Eigenth\'9f mlichkeit wieder auf, und zwar in dem entschieden ausgesprochenen Durchschnitts-Verh\'8altnisse 3: 1, so dass unter je 4 Pflanzen aus dieser Generation 3 den dominirenden und eine den recessiven Character erhalten. Es gilt das ohne Ausnahme f\'9f r alle Merkmale, welche in die Versuche aufgenommen waren. Die kantig runzlige Gestalt der Samen, die gr\'9fne F\'8arbung des Albumens, die weisse Farbe der Samenschale und der Bl\'9fthe, die Einschn\'9frungen an den H\'9f lsen, die gelbe Farbe der unreifen H\'9flse, des Stengels, Kelches und der Blattrippen, der trugdoldenf\'9armige Bl\'9fthenstand und die zwergartige Axe kommen in dem angef\'9fhrten numerischen Verh\'8a ltnisse wieder zum Vorscheine ohne irgend einer wesentlichen Ab\'8anderung. Uebergangsformen wurden bei keinem Versuche beobachtet.\par \par Da die Hybriden, welche aus wechselseitiger Kreuzung hervorgingen, eine v\'9allige Gestalt besassen und auch in ihrer Weiterentwicklung keine bemerkenswerthe Abweichung ersichtlich wurde, konnten die beiderseitigen Resultate f\'9f r jeden Versuch unter eine Rechnung gebracht werden. Die Verh\'8altnisszahlen, welche f\'9fr je zwei differirende Merkmale gewonnen wurden, sind folgende:\par \par }\pard \li360 {\f16\ul 1. Versuch.}{\f16 Gestalt der Samem Von 253 Hybriden wurden im zweiten Versuchsjahre 7324 Samen erhalten. Darunter waren rund oder rundlich 5474, und kantig runzlig 1850 Samen. Daraus ergibt sich das Verh\'8altniss 2.96: 1.\par \par }{\f16\ul 2. Versuch.}{\f16 F\'8arbung des Albumens. 258 Pflanzen gaben 8023 Samen, 6022 gelbe und 2001 gr\'9fne; daher stehen jene zu diesen im Verh\'8altllisse 3.01: 1.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par Bei diesen beiden Versuchen erhalt man gew\'9ahnlich aus jeder H\'9flse beiderlei Samen. Bei gut ausgehildeten H\'9flsen, welche durchschnittlich 6 bis 9 Samen enthielten, kam es \'9afters vor, dass s\'8ammtliche Samen rund (Versuch 1) oder s\'8a mmtliche gelb (Versuch 2) waren; hingegen wurden mehr als 5 kantige oder 5 gr\'9fne in einer H\'9flse niemals beobachtet. Es scheint keinen Unterschied zu machen, ob die H\'9flse sich fr\'9fher oder sp\'8a ter an der Hybride entwickelt, ob sie der Hauptaxe oder einer Nebenaxe angeh\'9art. An einigen wenigen Pflanzen kamen in den zuerst gebildeten H\'9flsen nur einzelne Samen zu r Entwicklung, und diese besassen den ausschliesslich das eine der beiden Merkmale; in den sp\'8ater gebildeten H\'9flsen blieb jedoch das Verh\'8altniss normal. So wie in einzelnen H\'9f lsen, ebenso variirt die Vertheilung der Merkmale auch bei einzelnen Pflanzen. Zur Veranschaulichung m\'9agen die ersten 10 Glieder aus beiden Versuchsreihen dienen:\par \par }\pard {\f16 \par }\trowd \trgaph80\trleft-80 \clshdng0\cellx1792\clmgf \clshdng0\cellx5536\clmrg \clshdng0\cellx5536\clmgf \clshdng0\cellx9280\clmrg \clshdng0\cellx9280\pard \qc\intbl {\b\f16 \cell 1. Versuche\cell \cell 2. Versuche\cell \cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft-80 \clshdng0\cellx1792\clmgf \clshdng0\cellx5536\clmrg \clshdng0\cellx5536\clmgf \clshdng0\cellx9280\clmrg \clshdng0\cellx9280\pard \qc\intbl {\b\f16 \cell Gestalt der Samen\cell \cell F\'8arbung des Albumens\cell \cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft-80 \clshdng0\cellx1792\clshdng0\cellx3664\clshdng0\cellx5536\clshdng0\cellx7408\clshdng0\cellx9280\pard \qc\intbl {\b\f16 Pflanze\cell rund\cell kantig\cell gelb\cell gr\'9fn\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 1\cell 45\cell 12\cell 25\cell 11\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 2\cell 27\cell 8\cell 32\cell 7\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 3\cell 24\cell 7\cell 14\cell 5\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 4\cell 19\cell 10\cell 70\cell 27\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 5\cell 32\cell 11\cell 24\cell 13\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 6\cell 26\cell 6\cell 20\cell 6\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 7\cell 88\cell 24\cell 32\cell 13\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 8\cell 22\cell 10\cell 44\cell 9\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 9\cell 28\cell 6\cell 50\cell 14\cell }\pard \intbl { \f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft-80 \clshdng0\cellx1792\clshdng0\cellx3664\clshdng0\cellx5536\clshdng0\cellx7408\clshdng0\cellx9280\pard \qc\intbl {\f16 10\cell 25\cell 7\cell 44\cell 18\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par }\pard \fi576\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 Als Extreme in der Vertheilung der beiden Samen-Merkmale an einer Pflanze wurden beobachtet bei dem 1. Versuche 43 runde und nur 2 kantige, ferner 14 runde und 15 kantige Samen. Bei dem 2. Versuche 32 gelbe und nur 1 gr\'9fner Same, aber auch 20 gelbe und 19 gr\'9fne.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par Diese beiden Versuche sind wichtig f\'9fr die Feststellung der mittleren Verh\'8altnisszahlen, weil sie bei einer geringeren Anzahl von Versuchspflanzen sehr bedeutende Durchschnitte m\'9aglich machen. Bei der Abz\'8a hlung, der Samen wird jedoch, namentlich beim 2. Versuche, einige Aufmerksamkeit erfordert, da bei einzelnen Samen mancher Pflanzen die gr\'9fne F\'8arbung des Albumens weniger entwickelt wird und anf\'8anglich leicht \'9f bersehen werden kann. Die Ursache des theilweisen Verschwindens der gr\'9fnen F\'8arbung steht mit dem Hybriden-Character der Pflanzen in keinem Zusammenhange, indem dasselbe an der Stammpflanze ebenfalls vorkommt; auch beschr\'8ankt sich diese Eigenth \'9fmlichkeit nur auf das Individuum und vererbt sich nicht auf die Nachkommen. An luxurirenden Pflanzen wurde diese Erscheinung \'9after beobachtet. Samen, welche w\'8ahrend ihrer Entwicklung von Insecten besch\'8adigt wurden, v ariiren oft in Farbe und Gestalt, jedoch sind bei einiger Uebung im Sortiren Fehler leicht zu vermeiden. Es ist fast \'9fberfl\'9fssig zu erw\'8ahnen, dass die H\'9flsen so lange an der Pflanze bleiben m\'9f ssen, bis sie vollkommen ausgereift und trocken geworden sind, weil erst dann die Gestalt und F\'8arbung der Samen vollst\'8andig entwickelt ist.\par \par }\pard \li360 {\f16 3. Versuch. Farbe der Samenschale. Unter 929 Pflanzen brachten 705 violett-rothe Bl\'9fthen und graubraune Samenschalen; 224 hatten weisse Bl\'9fthen und weisse Samenschalen. Daraus ergibt sich das Verh\'8altniss 3.16 :1.\par \par 4. Versuch. Gestalt der H\'9flsen. Von 1l81 Pflanzen hatten 882 einfach gew\'9albte, 299 eingeschn\'9frte H\'9flsen. Daher das Verh\'8altniss 2.95: 1.\par \par 5. Versuch. F\'8arbung der unreifen H\'9flse. Die Zahl der Versuchspflanzen betrug 580, wovon 428 gr\'9fne und 152 gelbe H\'9flsen besassen. Daher stehen jene zu diesen in dem Verh\'8altnisse 2.82 :1.\par \par 6. Versuch. Stellung der Bl\'9fthen. Unter 868 F\'8allen waren die Bl\'9fthen 651 mal axenst\'8andig und 207 mal endst\'8andig. Daraus das Verh\'8altniss 3.14: 1\par \par 7. Versuch. L\'8ange der Axe. Von 1064 Pflanzen hatten 787 die lange, 277 die kurze Axe. Daher das gegenseitige Verh\'8a ltniss 2.84: 1. Bei diesem Versuche wurden die zwergartigen Pflanzen behutsam ausgehoben und auf eigene Beete versetzt. Diese Vorsicht war nothwendig, weil sie sonst mitten unter ihren hochrankenden Geschwistern h\'8atten verk\'9fmmern m\'9f ssen. Sie sind schon in der ersten Jugendzeit an dem gedrungenen Wuchse und den dunkelgr\'9fnen dicken Bl\'8attern leicht zu unterscheiden.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 Werden die Resultate s\'8ammtlicher Versuc he zusammengefasst, so ergibt sich zwischen der Anzahl der Formen mit dem dominirenden und recessiven Merkmale das Durchschnitts-Verh\'8altniss 2.98 :1 oder 3 : 1.\par \par Das dominirende Merkmal kann hier eine }{\i\f16 doppelte Bedeutung}{\f16 haben, n\'8amlich die des Stamm-Characters oder des Hybriden-Merkmales. In welcher von beiden Bedeutungen dasselbe in jedem einzelnen Falle vorkommt, dar\'9fber kann nur die n\'8a chste Generation entscheiden. Als Stamm-Merkmal muss dasselbe unver\'8andert auf s\'8ammtliche Nachkommen \'9fbergehen, als Hybrides-Merlkmal hingegen ein gleiches Verhalten wie in der ersten Generation beobachten.\par \par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600 {\b\f16 Die zweite Generation der Hybriden.\par }{\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 Jene Formen, welche in der ersten Generation den recessiven Character erhalten, variiren in der zweiten Generation in Bezug auf diesen Character nicht mehr, sie bleiben in ihren Nachkommen }{\i\f16 constant}{\f16 .\par \par Anders verh\'8alt es sich mit jenen, welche in der ersten Generation das dominirende Merkmal besitzen. Von diesen geben }{\i\f16 zwei}{\f16 Theile Nachkommen, welche in dem Verh\'8altnisse 3 :1 das dominirende und recessive Merkmal an sich tragen, somit genau dasselbe Verhalten zeigen, wie die Hybridformen; nur }{\i\f16 ein}{\f16 Theil bleibt mit dem dominirenden Merkmale constant.\par \par Die einzelnen Versuche lieferten nachfolgende Resultate:\par \par }\pard \li360 {\f16 1. Versuch. Unter 565 Pflanzen, welche aus runden Samen der ersten Generation gezogon wurden, brachten 193 wieder nur runde Samen und blieben demnach in diesem Merkmale constant; 372 aber gaben runde und kantige Samen zugleich, in dem Verh\'8a ltnisse 3: 1. Die Anzahl der Hybriden verhielt sich daher zu der Zahl der Constanten wie 1.93 :1.\par \par 2. Versuch. Von 519 Pflanzen, welche aus Samen gezogen wurden, deren Albumen in der ersten Generation die gelbe F\'8arbung hatte, gaben 166 ausschliesslich gelbe, 353 aber gelbe und gr\'9fne Samen in dem Verh\'8a ltnisse 3 :1. Es erfolgte daher eine Theilung in Hybride und constante Formen nach dem Verh\'8altnisse 2.13: 1.\par \par }\pard {\f16 F\'9fr jeden einzelnen von den nachfolgenden Versuchen wurden l00 Pflanzen ausgew\'8ahlt, welche in der ersten Generation das dominirende Merkmal besassen, und um die Bedeutung desselben zu pr\'9ffen, von jeder 10 Samen angebaut.\par }\pard \li360 {\f16 \par 3. Versuch. Die Nachkommen von 36 Pflanzen brachten ausschliesslich graubraune Samenschalen; von 64 Pflanzen wurden theils graubraune, theils weisse erhalten.\par \par 4. Versuch. Die Nachkommen von 29 Pflanzen hatten nur einfach gew\'9albte H\'9flsen, von 71 hingegen theils gew\'9albte, theils eingeschn\'9frte.\par \par 5. Versuch. Die Nachkommen von 40 Pflanzen hatten blos gr\'9fne H\'9flsen, die von 60 Pflanzen theils gr\'9fne, theils gelbe.\par \par 6. Versuch. Die Nachkommen von 33 Pflanzen hatten blos axenst\'8andige Bl\'9fthen, bei 67 hingegen waren sie theils axenst\'8andig, theils endst\'8andig.\par \par 7. Versuch. Die Nachkommen von 28 Pflanzen erhielten die lange Axe, die von 72 Pflanzen theils die lange, theils die kurze.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par Bei jedem dieser Versuche wird eine bestimmte Anzahl Pflanzen mit dem dominirenden Merkmale constant. F\'9fr die Beurtheilung des Verh\'8a ltnisses, in welchem die Ausscheidung der Formen mit dem constant bleibenden Merkmale erfolgt, sind die beiden ersten Versuche von besonderem Gewichte, weil bei diesen eine gr\'9a ssere Anzahl Pflanzen verglichen werden konnte. Die Verhaltnisse 1.93 :1 und 2.13 : 1 geben zusammen fast genau das Durchschnitts-Verh\'8altniss 2 :1. Der 6. Versuch hat ein ganz \'9fbereinstimmendes Resultat, bei den anderen schwankt das Verh\'8a ltniss mehr oder weniger, wie es bei der geringen Anzahl von 100 Versuchspflanzen nicht anders zu erwarten war. Der 5. Versuch, welcher die gr\'9asste Abweichung zeigte, wurde wiederholt, und dann, statt des Verhaltnisses 60:40, das Verh\'8altnis s 65:35 erhalten. }{\i\f16 Das Durchschnitts-Verh\'8altniss 2:1 erscheint demnach als gesichert}{\f16 . Es ist damit erwiesen, dass von jenen Formen, welche in der ersten Generation das dominirende Merkmal besitzen, zwei Theile den Hybriden Character an sich tragen, ein Theil aber mit dem dominirenden Merkmale constant bleibt.\par \par Das Verh\'8altniss 3 :1, nach welchem die Vertheilung des dominirenden und recessiven Characters in der ersten Generation erfolgt, l\'9ast sich }{\i\f16 demnach f\'9fr alle Versuche in die Verh\'8altnisse 2:1:1 auf}{\f16 , wenn m an zugleich das dominirende Merkmal in seiner Bedeutung als Hybrides Merkmal und als Stamm-Character unterscheidet. Da die Gliedcr der ersten Generation unmittelbar aus den Samen der Hybriden hervorgehen, }{\i\f16 wird es nun ersichtlich, dass die Hybriden je zweier differirender Merkmale Samen bilden, von denen die eine H\'8alfte wieder die Hybridform entwickelt, w\'8a hrend die andere Pflanzen gibt, welche constant bleiben, und zu gleichen Theilen den dominirenden und recessiven Character erhalten}{\f16 .\par \par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320 {\b\f16 Die weiteren Generationen der Hybriden.\par }{\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 Die Verh\'8altnisse, nach welchen sich die Abk\'9ammlinge der Hybriden in der ersten und zweiten Generation entwickeln und theilen, gelten wahrscheinlich f\'9f r alle weiteren Gcschlechter. Der 1. und 2. Versuch sind nun schon durch 6 Generationen, der 3. und 7. durch 5, der 4., 5., 6. durch 4 Generationen durchgef\'9f hrt, obwohl von der 3. Generation angefangen mit einer kleinen Anzahl Pflanzen, ohne dass irgend welche Abweichung bemerkbar w\'8are. Die Nachkommen der Hybriden theilten sich in jeder Generation nach den Verh\'8a ltnissen 2:1:1 in Hybride und constante Formen.\par \par Bezeichnet }{\b\f16 A}{\f16 das eine der beiden constanten Merkmale, z. B. das dominirende, }{\b\f16 a}{\f16 das recessive, und }{\b\f16 Aa}{\f16 die Hybridform, in welcher beide vereinigt sind, so ergibt der Ausdruck:\par \par }\pard \qc\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\b\f16 A + 2Aa + a\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par die Entwicklungsreihe f\'9fr die Nachkommen der Hybriden je zweier differirender Merkmale.\par \par Die von G\'8artner, K\'9alreuter und Anderen gemachte Wahrnehmung, dass Hybriden die Neigung besitzen zu den Stammarten zur\'9fckzukehren, ist auch durch die besprochenen Versuche best\'8atigt. Es l\'8a sst sich zeigen, dass die Zahl der Hybriden, welche aus einer Befruchtung stammen, gegen die Anzahl der constant gewordenen Formen und ihrer Nachkommen von Generation zu Generation um ein Bedeutendes zur\'9f ckbleibt, ohne dass sie jedoch ganz verschwinden k\'9annten. Nimmt man durchschnittlich f\'9fr alle Pflanzen in allen Generationen eine gleich grosse Fruchtbarkeit an, erw\'8agt man ferner, dass jede Hybride Samen bildet, aus denen zur H\'8alfte wiede r Hybriden hervorgehen, w\'8ahrend die andere H\'8alfte mit beiden Merkmalen zu gleichen Theilen constant wird, so ergeben sich die Zahlenverh\'8altnisse f\'9fr die Nachkommen in jeder Generation aus folgender Zusammenstellung, wobei }{\b\f16 A}{\f16 und }{\b\f16 a}{\f16 wieder die beiden Stamm-Merkmale und }{\b\f16 Aa}{\f16 die Hybridform bezeichnet. Der K\'9frze wegen m\'9age die Annahme gelten, dass jede Pflanze in jeder Generation nur 4 Samen bildet.\par \par }\pard {\f16 \par }\trowd \trgaph80\trleft-80 \clshdng0\cellx1792\clshdng0\cellx3664\clmgf \clshdng0\cellx9280\clmrg \clshdng0\cellx9280\clmrg \clshdng0\cellx9280\pard \qc\intbl {\b\f16 \cell \cell }\pard \intbl {\b\f16 in Verh\'8altniss gestellt: \cell }\pard \qc\intbl {\b\f16 \cell }\pard \intbl {\f16 \cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft-80 \clshdng0\cellx1792\clmgf \clshdng0\cellx5536\clmrg \clshdng0\cellx5536\clmgf \clshdng0\cellx9280\clmrg \clshdng0\cellx9280\pard \qc\intbl {\b\f16 Generation\cell A Aa a\cell \cell A : Aa : a\cell }\pard \intbl {\f16 \cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 1\cell 1 2 1\cell }\pard \intbl {\f16 \cell }\pard \qc\intbl { \f16 1 : 2 : 1\cell }\pard \intbl {\f16 \cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 2\cell 6 4 6\cell }\pard \intbl {\f16 \cell }\pard \qc\intbl {\f16 3 : 2 : 3\cell }\pard \intbl {\f16 \cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 3\cell 28 8 28\cell }\pard \intbl {\f16 \cell }\pard \qc\intbl {\f16 7 : 2 : 7\cell }\pard \intbl {\f16 \cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 4\cell 120 16 120\cell }\pard \intbl {\f16 \cell }\pard \qc\intbl {\f16 15 : 2 : 15\cell }\pard \intbl {\f16 \cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 5\cell 496 32 496\cell }\pard \intbl {\f16 \cell }\pard \qc\intbl {\f16 31 : 2 : 31\cell }\pard \intbl {\f16 \cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft-80 \clshdng0\cellx1792\clmgf \clshdng0\cellx5536\clmrg \clshdng0\cellx5536\clmgf \clshdng0\cellx9280\clmrg \clshdng0\cellx9280 \pard \qc\intbl {\f16 n\cell \cell }\pard \intbl {\f16 \cell }\pard \qc\intbl {\f16 2}{\f16\fs20\up6 n}{\f16 - 1 : 2 : 2}{\f16\fs20\up6 n}{\f16 - 1\cell }\pard \intbl {\f16 \cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par }\pard \fi576\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 In der l0. Generation z. B. ist 2}{\f16\fs20\up6 n}{\f16 - 1 = 1023. Es gibt somit unter je 2048 Pflanzen, welche aus dieser Generation hervorgehen, 1023 mit dem constanten dominirenden, 1023 mit dem recessiven Merkmale und nur 2 Hybriden.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\b\f16 Die Nachkommen der Hybriden, in welchen mehrere differirende Merkmale verbunden sind.\par }{\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 F\'9fr die eben besprochenen Versuche wurden Pflanzen verwendet, welche nur in einem wesentlichen Merkma1e verschieden waren. Die n\'8a chste Aufgabe bestand darin, zu untersuchen, ob das gefundene Entwicklungs-Gesetz auch dann f\'9fr je zwei differirende Merkmale gelte, wenn mehrere verschiedene Charactere durch Befruchtung in der Hybride vereinigt sind.\par \par Was die Gestalt der Hybriden in diesem Falle anbelangt, zeigten die Versuche \'9fbereinstimmend, dass dieselbe stets jener der beiden Stammpflanzen n\'8aher steht, welche die gr\'9a ssere ,Anzahl von dominirenden Merkmalen besitzt. Hat z. B. die Samenpflanze eine kurze Axe, endst\'8andige weisse Bl\'9fthen und einfach gew\'9albte H\'9f1sen; die Pollenpflanze hingegen eine lange Axe, axenst\'8andige violett-rothe Bl\'9fthen und eingeschn\'9frte H\'9flsen, so erinnert die Hybride nur durch die H\'9flsenform an die Samenpflanze, in den \'9fbrigen Merkmalen stimmt sie mit der Pollenpflanze \'9f berein. Besitzt eine der beiden Stammarten nur dominirende Merkmale, dann ist die Hybride von derselben kaum oder gar nicht zu unterscheiden.\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\f16 Mit einer gr\'9asseren Anzahl Pflanzen wurden zwei Versuche durchgef\'9f hrt. Bei dem ersten Versuche waren die Stammpflanzen in der Gestalt der Samen und in der F\'8arbung des Albumens verschieden; bei dem zweiten in der Gestalt der Samen in der F\'8a rbung des Albumens und in der Farbe der Samenschale. Versuche mit Samen-Merkmalen f\'9fhren am einfachsten und sichersten zum Ziele.\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 Um eine leichtere Uebersicht zu gewinnen, werden bei diesen Versuchen die differirenden Merkmale der Samenpflanze mit }{\b\f16 A}{\f16 , }{\b\f16 B}{\f16 , }{\b\f16 C} {\f16 , jene der Pollenpflanze mit }{\b\f16 a}{\f16 , }{\b\f16 b}{\f16 , }{\b\f16 c}{\f16 und die Hybridformen dieser Merkmale mit }{\b\f16 Aa}{\f16 , }{\b\f16 Bb}{\f16 }{\b\f16 Cc}{\f16 bezeichnet.}{\i\f16 \par }\pard \fi-2592\li2592\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920 {\f16 \par }\pard {\f16 \par }\trowd \trgaph80\trleft-80 \clshdng0\cellx3040\clshdng0\cellx6160\clshdng0\cellx9280\pard \qc\intbl {\f16 Erster Versuch:\cell }{\b\f16 AB}{\f16 Samenpflanze\cell }{\b\f16 ab}{\f16 Pollenpflanze\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft-80 \clshdng0\cellx3040\clshdng0\cellx6160\clshdng0\cellx9280\pard \qc\intbl {\f16 \cell }{\b\f16 A}{\f16 Gestalt rund\cell }{\b\f16 a}{\f16 .Gestalt kantig\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft-80 \clshdng0\cellx3040 \clshdng0\cellx6160\clshdng0\cellx9280\pard \qc\intbl {\f16 \cell }{\b\f16 B}{\f16 Albumen gelb\cell }{\b\f16 b}{\f16 Albumen gr\'9fn\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par Die befruchteten Samen erschienen rund und gelb, jenen der Samenpflanze \'8ahnlich. Die daraus gezogenen Pflanzen gaben Samen von viererlei Art, welche oft gemeinschaftlich in einer H\'9f lse lagen. Im Ganzen wurden von 15 Pflanzen 556 Samen erhalten, von diesen waren: \par \par }\pard \li2880 {\f16 315 rund und gelb,\par l01 kantig und gelb, \par l08 rund und gr\'9fn,\par 32 kantig und gr\'9fn.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par }\pard \tx-1\tx6100\tx6480 {\f16 Alle wurden im n\'8achsten Jahre angebaut. Von den runden gelben Samen gingen 11 nicht auf und 3 Pflanzen kamen nicht zur Fruchtbildung. Unter den \'9fbrigen Pflanzen hatten:\par }\pard \tx-1\tldot\tx6100\tx6480 {\f16 \par 38 runde gelbe Samen .............................................................................}{\b\f16 AB}{\f16 \par 65 runde gelbe und gr\'9fne Samen ........................................................}{\b\f16 ABb}{\f16 \par 60 runde gelbe und kantige gelbe Samen............................................}{\b\f16 AaB}{\f16 \par }\pard \tx-1\tx6100\tx6480 {\f16 138 runde gelbe und gr\'9fne, kautige gelbe und gr\'9fne Samen .......}{\b\f16 AaBb}{\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\f16 \par Von den kantigen gelben Samen kamen 96 Pflanzen zur Fruchtbildung, wovon \par \par 28 nur kantige gelbe Samen hatten .......................................}{\b\f16 aB}{\f16 \par 68 kantige, gelbe und gr\'9fne Samen ..................................... }{\b\f16 aBb}{\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par Von 108 runden gr\'9fnen Sameu brachten 102 Pflanzen Fr\'9fchte, davon hatten: \par \par 35 nur runde gr\'9fne Samen ...................................................}{\b\f16 Ab}{\f16 \par }\pard \tx-1\tx3400\tx6100\tx6480 {\f16 67 runde und kantige gr\'9fne Samen ....................................}{\b\f16 Aab\par \par }{\f16 Die kantigen gr\'9fnen Samen gaben 30 Pflanzen mit durchaus gleichen Samen; sie blieben constant ............................................................................................}{\b\f16 ab\par \par }\pard \tldot\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\f16 Die Nachkommen der Hybriden erscheinen demnach unter 9 verschiedenen Formen und zum Theile in sehr ungleicher Anzahl. Man erh\'8a lt, wenn dieselben zusammengestellt und geordnet werden:\par \par }\pard \li2160\tldot\tx-1\tx1440 {\f16 38 Pflanzen mit der Bezeichnung }{\b\f16 AB}{\f16 .\par 35 " " " }{\b\f16 Ab}{\f16 .\par 28 " " " }{\b\f16 ab}{\f16 .\par 30 " " " }{\b\f16 ab}{\f16 .\par 65 " " " }{\b\f16 ABb}{\f16 .\par 68 " " " }{\b\f16 aBb}{\f16 .\par 60 " " " }{\b\f16 Aab}{\f16 .\par 67 " " " }{\b\f16 Aab}{\f16 .\par 138 " " " }{\b\f16 AaBb}{\f16 .\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 \par S\'8ammtliche Formen lassen sich in 3 wesentlich verschiedene Abtheilungen bringen. Die erste umfasst jene mit der Bezeichnung }{\b\f16 AB}{\f16 , }{\b\f16 Ab}{\f16 , }{\b\f16 aB}{\f16 , }{\b\f16 ab}{\f16 ; sie besitzen nur constante Merkmale und \'8a ndern sich in den n\'8achsten Generationen nicht mehr. Jede dieser Formen ist durchschnittlich 33mal vertreten. Die zweite Gruppe enth\'8alt die Formen }{\b\f16 ABb}{\f16 , }{\b\f16 aBb}{\f16 , }{\b\f16 AaB}{\f16 , }{\b\f16 Aab}{\f16 ; diese sind in einem Merkmale constant, in dem anderen Hybrid, und variiren in der n\'8achsten Generation nur hinsichtlich des Hybriden Merkmales. Jede davon erscheint im Durchschnitte 65mal. Die Form }{\b\f16 AaBb}{\f16 kommt 138mal vor, ist in beiden Merkmalen Hybrid, und verh\'8alt sich genau so, wie die Hybride, von der sie abstammt.\par \par Vergleicht man die Anzahl, in welcher die Formen dieser Abtheilungen vorkommen, so sind die Durchschnitts-Verh\'8altnisse 1 : 2 : 4 nicht zu verkennen. Die Zahlen 33, 65, 138 geben ganz g\'9fnstige Ann\'8aherungswerthe an die Verh\'8a ltnissizahlen 33, 66, 132.\par \par Die Entwicklungsreihe besteht demnach aus 9 Gliedern. 4 davon kommen in derselben je einmal vor und sind in beiden Merkmalen constant; die Formen }{\b\f16 AB}{\f16 , }{\b\f16 ab}{\f16 , gleichen den Stammarten, die beiden anderen stellen die ausserdem noch m\'9aglichen constanten Combinationen zwischen den verbundenen Merkmalen }{\b\f16 A}{\f16 , }{\b\f16 a}{\f16 , }{\b\f16 B}{\f16 , }{\b\f16 b}{\f16 vor . Vier Glieder kommen je zweimal vor und sind in einem Merkmale constant, in dem anderen Hybrid. Ein Glied tritt viermal auf und ist in beiden Merkmalen hybrid. Daher entwickeln sich die Nachkommen der Hybriden, wenn in denselben zweierlei differirende Mer kmale verbunden sind, nach dem Ausdrucke:\par }\pard \qc\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040 {\f16 \par }{\b\f16 AB + Ab + aB + ab + 2ABb + 2aBb + 2AaB + 2Aab + 4AaBb.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040 {\i\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 Diese Entwicklungsreihe ist unbestritten eine Combinationsreihe, in welcher die beiden Entwicklungsreihen f\'9fr die Merkmale }{\b\f16 A}{\f16 und }{\b\f16 a}{\f16 , }{ \b\f16 B}{\f16 und }{\b\f16 b}{\f16 gliedweise verbunden sind. Man erh\'8alt die Glieder der Reihe vollz\'8ahlig durch die Combinirung der Ausdr\'9fcke:\par \par }\pard \qc\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\b\f16 A + 2Aa + a\par B + 2Bb + b\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 \par }\pard {\f16 \par }\trowd \trgaph80\trleft-80 \clshdng0\cellx3040\clshdng0\cellx6160\clshdng0\cellx9280\pard \qc\intbl {\f16 Zweiter Versuch:\cell }{\b\f16 ABC}{\f16 Samenpflanze\cell }{\b\f16 abc}{\f16 Pollenpflanze\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft-80 \clshdng0\cellx3040\clshdng0\cellx6160\clshdng0\cellx9280\pard \qc\intbl {\f16 \cell }{\b\f16 A}{\f16 Gestalt rund\cell }{\b\f16 a}{\f16 .Gestalt kantig\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 \cell }{\b\f16 B}{\f16 Albumen gelb\cell }{\b\f16 b}{\f16 Albumen gr\'9fn\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft-80 \clshdng0\cellx3040\clshdng0\cellx6160\clshdng0\cellx9280\pard \qc\intbl {\f16 \cell }{\b\f16 C}{\f16 Schale graubraun\cell }{\b\f16 c}{\f16 Schale weiss\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 Dieser Versuch wurde in ganz \'8ahnlicher Weise wie der vorangehende durchgef\'9fhrt. Er nahm unter allen Versuchen die meiste Zeit und M\'9f he in Anspruch. Von 24 Hybriden wurden im Ganzen 687 Samen erhalten, welche s\'8ammtlich punctirt, graubraun oder graugr\'9fn gef\'8a rbt, rund oder kantig waren. Davon kamen im folgenden Jahre 639 Pflanzen zur Fruchtbildung, und wie die weiteren Untersuchungen zeigten, befanden sich darunter:\par \par }\pard {\f16 \par }\trowd \trgaph80\trleft640 \clshdng0\cellx7840\pard \intbl {\f16 8 pflanzen ABC 22 pflanzen ABCc 45 pflanzen ABbCc\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft640 \clshdng0\cellx7840\pard \intbl {\f16 14 " ABc 17 " AbCc 36 " aBbCc\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \intbl {\f16 9 " AbC 25 " aBCc 38 " AaBCc\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \intbl {\f16 11 " Abc 20 " abCc 40 " AabCc\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \intbl {\f16 8 " aBC 15 " ABbC 49 " AaBbC\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \intbl {\f16 10 " aBc 18 " ABbc 48 " AaBbc\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \intbl {\f16 10 " abC 19 " aBbC\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \intbl {\f16 7 " abc 24 " aBbc\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \intbl {\f16 14 " AaBC 78 " AaBbCc\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \intbl {\f16 18 " AaBc\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \intbl {\f16 20 " AabC\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft640 \clshdng0\cellx7840\pard \intbl {\f16 16 " Aabc\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920 {\f16 Die Entwicklungsreihe umfasst 27 Glieder. Davon sind 8 in allen Merkmalen constant, und jede kommt durchschnittlich 10mal vor; 12 sind in zwei Merkmalen constant, in dem dritten Hybrid, jede erscheint im Durchschnitte 19mal; 6 sind in einem Merkmale consta nt, in den beiden anderen Hybrid, jede davon tritt durchschnittlich 43mal auf; eine Form kommt 78mal vor und ist in s\'8ammtlichen Merkmalen Hybrid. Die Verh\'8altnisse 10 : 19 : 43 : 78 kommen den Verh\'8a ltnissen 10 : 20 : 40 : 80 oder 1 : 2 : 4 : 8 so nahe, dass letztere ohne Zweifel die richtigen Werthe darstellen.\par \par Die Entwicklung der Hybriden, wenn ihre Stammarten in 3 Merkmalen verschieden sind, erfolgt daher nach dem Ausdrucke:\par \par }\pard \qc\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360\tx10080\tx10800\tx11520 {\b\f16 ABC + ABc + AbC + Abc + aBC + aBc + abC + abc + 2ABCc +\par 2 AbCc + 2aBCc + 2 abCc + 2ABbC + 2ABbc + 2aBbC + 2aBbc +\par 2AaBC + 2AaBc + 2AabC + 2Aabc + 4ABbCc + 4aBbCc +\par 4AaBCc + 4AabCc + 4AaBbC + 4AaBbc + 8AaBbCc.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920 {\f16 \par Auch hier liegt eine Combinationsreihe vor, in welcher die Entwicklungsreihe f\'9fr die Merkmale }{\b\f16 A}{\f16 und }{\b\f16 a}{\f16 , }{\b\f16 B}{\f16 und }{\b\f16 b}{\f16 , }{\b\f16 C}{\f16 und }{\b\f16 c}{\f16 mit einander verbunden sind. Die Ausdr\'9fcke:\par \par }\pard \qc\tx-1\tx720 {\b\f16 A + 2Aa + a \par B + 2Bb + b \par C + 2Cc + c\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920 {\f16 \par geben s\'8ammtliche Glieder der Reihe. Die constanten Verbindungen, welche in derselben vorkommen, entsprechen allen Combinationen, welche zwischen den Merkmalen }{\b\f16 A}{\f16 , }{\b\f16 B}{\f16 , }{\b\f16 C}{\f16 , }{\b\f16 a}{\f16 , }{\b\f16 b}{\f16 , }{\b\f16 c}{\f16 m\'9aglich sind; zwei davon, }{\b\f16 ABC}{\f16 und }{\b\f16 abc}{\f16 gleichen den beiden Stammpflanzen.\par \par Ausserdem wurden noch mehrere Experimente mit einer geringeren Anzahl Versuchspflanzen durchgef\'9fhrt, bei welchen die \'9fbrigen Merkmale zu zwei und drei Hybrid verbunden waren; alle lieferten ann\'8a hernd gleiche Resultate. Es unterliegt daher keinem Zweifel, dass f\'9fr s\'8ammtliche in die Versuche aufgenommenen Merkmale der Satz Giltigkeit habe: }{\i\f16 die Nachkommen der Hybriden, in welchen mehrere wesentlich verschiedene Merkmale vereinigt sind, stellen die Glieder einer Combinationsreihe vor, in welchen die Entwicklungsreihen f\'9fr je zwei differirende Merkmale verbunden sind}{\f16 . Damit ist zugleich erwiesen, dass }{\i\f16 das Verhalten je zweier differirender Merkmale in Hybrider Verbindung unabh\'8angig ist von den anderweitigen Unterschieden an den beiden Stammpflanzen}{\f16 .\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 Bezeichnet }{\i\f16 n}{\f16 die Anzahl der characteristischen Unterschiede an den beiden Stammpflanzen, so gibt 3}{\f16\fs20\up6 n}{\f16 die Gliederzahl der Combinationsreihe, 4}{\f16\fs20\up6 n}{\f16 die Anzahl der Individuen, welche in die Reihe geh\'9aren, und 2}{\f16\fs20\up6 n}{\f16 die Zahl der Verbindungen, welche constant bleiben. So enth\'8a lt z. B. die Reihe, wenn die Stammarten in 4 Merkmalen verschieden sind, 3}{\f16\fs20\up6 4}{\f16 = 81 Glieder, 4}{\f16\fs20\up6 4}{\f16 = 256 individuen und 2}{\f16\fs20\up6 4}{\f16 = 16 constante Formen; oder was dasselbe ist, unter je 256 Nachkommen der Hybriden gibt es 81 verschiedene Verbindungen, von denen 16 constant sind.\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160 {\f16 Alle constanten Verbindungen, welche bei Pisum durch Combinirung der angef\'9fhrten 7 characteristischen Merkmale m\'9aglich sind, wurden durch wiederhorte Kreuzung auch wirklich erhalten. Ihre Zahl ist durch 2}{ \f16\fs20\up6 7}{\f16 = 128 gegeben. Damit ist zugleich der factische Beweis geliefert, }{\i\f16 dass constante Merkmale, welche an verschiedenen Formen einer Pflanzensippe vorkommen, auf dem Wege der wiederholten k\'9f nstlichen Befruchtung in alle Verbindungen treten k\'9annen, welche nach den Regeln der Combination m\'9aglich sind}{\f16 .\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920 {\f16 Ueber die Bl\'9f thezeit der Hybriden sind die Versuche noch nicht abgeschlossen. So viel kann indessen schon angegeben werden, dass dieselbe fast genau in der Mitte zwischen jener der Samen- und Pollenpflanze steht, und die Entwicklung der Hybriden bez\'9fglic h diescs Merkmales wahrscheinlich in der n\'8amlichen Weise erfolgt, wie es f\'9fr die \'9fbrigen Merkmale der Fall ist. Die Formen, welche f\'9fr Versuche dieser Art gew\'8ahlt werden, m\'9fssen in der mittleren Bl\'9f thezeit wenigstens um 20 Tage verschieden sein; ferner ist nothwendig, dass die Samen beim Anbaue alle gleich tief in die Erde versenkt werden, um ein gleichzeitiges Keimen zu erzielen, dass ferner w\'8ahrend der ganzen Bl\'9fthezeit gr\'9a ssere Schwankungen in der Temperatur und die dadurch bewirkte theilweise Beschleunigung oder Verz\'9agerung des Aufbl\'9fhens in Rechnung gezogen werden. Man sieht, dass dieser Versuch mancherlei Schwierigkeiten zu \'9f berwinden hat und grosse Aufmerksamkeit erfordert.\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 Versuchen wir die gewonnenen Resultate kurz zusammenzufassen, so finden wir, dass jene differirenden Merkmale, welche an den Versuchspflanzen eine leichte und sichere Unterscheidung zulassen, in Hybrider Vereinigung ein }{\i\f16 v\'9allig \'9f bereinstimmendes Verhalten beobachten}{\f16 . Die Nachkommen der Hybriden je zweier differirender Merkmale sind zur H\'8alfte wieder Hybriden, w\'8ahrend die andere H\'8a lfte zu gleichen Theilen mit dem Character der Samen- und Pollenpflanze constant wird. Sind mehrere differirende Merkmale durch Befruchtung in einer Hybride vereinigt, so bilden die Nachkommen derselben die Glieder einer Combinationsreihe, in welcher die Entwicklungsreihen f\'9fr je zwei differirende Merkmale vereinigt sind.\par \par Die vollkommene Uebereinstimmung, welche s\'8ammtliche, dem Versuche unterzogenen Charactere zeigen, erlaubt wohl und rechtfertigt die Annahme, dass auch ein gleiches Verhalten den \'9f brigen Merkmalen zukomme, welche weniger scharf an den Pflanzen hervortreten, und desshalb in die Einzel-Versuche nicht aufgenommen werden konnten. Ein Experiment \'9fber Bl\'9fthenstiele von verschiedener L\'8a nge gab im Ganzen ein ziemlich befriedigendes Resultat, obgleich die Unterscheidung und Einreihung der Formen nicht mit jener Sicherheit erfolgen konnte, welche f\'9fr correcte Versuche unerl\'8asslich ist.\par \par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320 {\b\f16 Die Befruchtungs-Zellen der Hybriden.\par }{\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 Die Resultate, zu welchen die vorausgeschickten Versuche f\'9fhrten, veranlassten weitere Experimente, deren Erfolg geeignet erscheint, Aufschl\'9fsse \'9f ber die Beschaffenheit der Keim- und Pollenzellen der Hybriden zu geben. Einen wichtigen Anhaltspunct bietet b ei Pisum der Umstand, dass unter den Nachkommen der Hybriden constante Formen auftreten, und zwar in allen Combinirungen der verbundenen Merkmale. Soweit die Erfahrung reicht, finden wir es \'9fberall best\'8atigt, dass c onstante Nachkommen nur dann gebildet werden k\'9annen, wenn die Keimzellen und der befruchtende Pollen gleichartig, somit beide mit der Anlage ausger\'9fstet sind, v\'9a llig gleiche Individuen zu beleben, wie das bei der normalen Befruchtung der reinen Arten der Fall ist. Wir m\'9f ssen es daher als nothwendig erachten, dass auch bei Erzeugung der constanten Formen an der Hybridpflanze vollkommen gleiche Factoren zusammenwirken. Da die verschiedenen constanten Formen an }{\i\f16 einer}{\f16 Pflanze, ja in }{\i\f16 einer}{\f16 Bl \'9fthe derselben erzeugt werden, erscheint die Annahme folgerichtig, dass in den Fruchtknoten der Hybriden so vielerlei Keimzellen (Keimbl\'8aschen) und in den Antheren so vielerlei Pollenzellen gebildet werden, als }{\i\f16 constante}{\f16 Combinationsformen m\'9aglich sind, und dass diese Keim- und Pollenzellen ihrer inneren Beschaffenheit nach den einzelnen Formen entsprechen.\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 In der That l\'8asst sich auf theoretischem Wege zeigen, dass diese Annahme vollst\'8andig ausreichen w\'9f rde, um die Entwicklung der Hybriden in den einzelnen Generationen zu erkl\'8aren, wenn man zugleich voraussetzen d\'9frfte, dass die verschiedenen Arten von Keim- und Pollenzellen an der Hybride durchschnittlich in gleicher Anzahl gebildet werdcn.\par \par Um diese Voraussetzungen auf experimentellem Wege einer Pr\'9ffung zu unterziehen, werden folgende Versuche ausgew\'8ahlt: Zwei Formen, welche in der Gestalt der Samen und in der F\'8a rbung des Albumens constant verschieden waren, wurden durch Befruchtung verbunden. Werden die differirenden Merkmale wieder mit }{\b\f16 A}{\f16 , }{\b\f16 B}{\f16 , }{\b\f16 a}{\f16 , }{\b\f16 b}{\f16 bezeichnet, so war:\par }\pard {\f16 \par }\trowd \trgaph80\trleft1360 \clshdng0\cellx4480\clshdng0\cellx7600\pard \qc\intbl {\b\f16 AB }{\f16 Samenpflanze\cell }{\b\f16 ab }{\f16 Pollenpflanze\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft1360 \clshdng0\cellx4480\clshdng0\cellx7600 \pard \qc\intbl {\b\f16 A}{\f16 Gestalt rund\cell }{\b\f16 a}{\f16 .Gestalt kantig\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft1360 \clshdng0\cellx4480\clshdng0\cellx7600\pard \qc\intbl {\b\f16 B}{\f16 Albumen gelb\cell }{\b\f16 b}{\f16 Albumen gr\'9fn\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \li144\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 Die k\'9fnstlich befruchteten Samen wurden sammt mehreren Samen der beiden Stammpflanzen angebaut, und davon die kr\'8aftigsten Exemplare f\'9f r die wechselseitige Kreuzung bestimmt. Befruchtet wurde:\par \par }\pard \li1440 {\f16 1. Die Hybride mit dem Pollen von }{\b\f16 AB}{\f16 .\par 2. Die Hybride " " " " }{\b\f16 ab}{\f16 .\par 3. }{\b\f16 AB}{\f16 " " " der Hybride.\par 4. }{\b\f16 ab}{\f16 " " " der Hybride.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 \par F\'9fr jeden von diesen 4 Versuchen wurden an 3 Pflanzen s\'8ammtliche Bl\'9fthen befruchtet. War die obige Annahme richtig, so mussten sich an den Hybriden Keim- und Pollenzellen von den Formen }{\b\f16 AB}{\f16 , }{\b\f16 Ab}{\f16 , }{\b\f16 aB}{\f16 , }{\b\f16 ab}{\f16 entwickeln, und es wurden verbunden:\par \par }\pard \li720 {\f16 1. Die Keimzellen }{\b\f16 AB}{\f16 , }{\b\f16 Ab}{\f16 , }{\b\f16 aB}{\f16 , }{\b\f16 ab}{\f16 mit den Pollenzellen }{\b\f16 AB}{\f16 .\par 2. " }{\b\f16 AB}{\f16 , }{\b\f16 Ab}{\f16 , }{\b\f16 aB}{\f16 , }{\b\f16 ab}{\f16 " }{\b\f16 ab}{\f16 .\par 3. " }{\b\f16 AB }{\f16 " }{\b\f16 AB, Ab, aB, ab}{\f16 .\par 4. " }{\b\f16 AB}{\f16 , }{\b\f16 Ab}{\f16 , }{\b\f16 aB}{\f16 , }{\b\f16 ab}{\f16 " }{\b\f16 AB, Ab, aB, ab}{\f16 .\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\f16 Aus jedem von diesen Versuchen konnten dann nur folgende Formen hervorgehen:\par \par }\pard \li1440 {\f16 1. }{\b\f16 AB, ABb, AaB, AaBb}{\f16 .\par 2. }{\b\f16 AaBb, Aab, aBb, ab}{\f16 .\par 3. }{\b\f16 AB, ABb, AaB, AaBb}{\f16 .\par 4. }{\b\f16 AaBb, Aab, aBb, ab}{\f16 .\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par Wurden ferner die einzelnen Formen der Keim- und Pollenzellen von der Hybride durchschnittlich in gleicher Anzahl gebildet, so mussten bei jedem Versuche die angef\'9f hrten 4 Verbindungen in numerischer Beziehung gleich stehen. Eine vollkommene Uebereinstimmung der Zahlenverh\'8altnisse war indessen nicht zu erwarten, da bei jeder Befruchtung, auch bei der normalen, einzelne Keimzellen unentwickelt bleiben oder sp\'8a ter verk\'9fmmern, und selbst manche von den gut ausgebildeten Samen nach dem Anbaue nicht zum Keimen gelangen. Auch beschr\'8a nkt sich die gemachte Voraussetzung darauf, dass bei der Bildung der verschiedenartigen Keim- und Pollenzellen die gleiche Anzahl angestrebt werde, ohne dass diese an jeder einzelnen Hybride mit mathematischer Genauigkeit erreicht werden m\'9fsste.\par \par Der }{\i\f16 erste und zweite}{\f16 Versuch hatten vorzugsweise den Zweck, die Beschaffenheit der Hybriden Keimzellen zu pr\'9ffen, so wie der }{\i\f16 dritte und vierte}{\f16 Versuch \'9f ber die Pollenzellen zu entscheiden hatte. Wie aus der obigen Zusammenstellung hervorgeht, mussten der erste und dritte Versuch, ebenso der zweite und vierte ganz gleiche Verbindungen liefern, auch sollte der Erfolg schon im zweiten Jahre an der Gestalt und F\'8arbung der k\'9fnstlich befruchteten Samen theilweise ersichtlich sein. Bei dem ersten und dritten Versuche kommen die dominirenden Merkmale der Gestalt und Farbe }{\b\f16 A}{\f16 und }{\b\f16 B}{\f16 in jeder Verbindung vor, und zwar zum Theile constant, zum Theile in Hybrider Vereinigung mit den recessiven Characteren }{\b\f16 a}{\f16 und }{\b\f16 b}{\f16 , wesshalb sie s\'8ammtlichen Samen ihre Eigenth\'9fmlichkeit aufpr\'8agen m\'9f ssen. Alle Samen sollten daher, wenn die Voraussetzung eine richtige war, rund und gelb erscheinen. Bei dem zweiten und vierten Versuche hingegen ist eine Verbindung Hybrid in Gestalt und Farbe, daher sind die Samen rund und gelb; eine andere ist Hybrid in der Gestalt und constant in dem recessiven Merkmale der Farbe, daher die Samen rund und gr\'9f n; die dritte ist constant in dem recessiven Merkmale der Gestalt und Hybrid in der Farbe, daher die Samen kantig und gelb; die vierte ist constant in beiden recessiven Merkmalen, daher die Samen kantig und gr\'9f n. Bei diesen beiden Versuchen waren daher viererlei Samen zu erwarten, n\'8amlich: runde gelbe, runde gr\'9fne, kantige gelbe, kantige gr\'9fne.\par }\pard \tx-1 {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 Die Ernte entsprach den gestellten Anforderungen vollkommen. Es wurden erhalten bei dem \par \par 1. Versuche 98 ausschliesslich runde gelbe Samen;\par 3. " 94 " " " "\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 \par 2. Versuche 31 runde gelbe, 26 runde gr\'9fne, 27 kantige gelbe, 26 kantige gr\'9fne Samen;\par 4. Versuche 24 runde gelbe, 25 rund gr\'9fne, 22 kantige gelbe, 27 kantige gr\'9fne Samen.\par \par An einem g\'9fnstigen Erfolge war nun kaum mehr zu zweifeln, die n\'8achste Generation m\'9fsste die endgiltige Entscheidung bringen. Von den angebauten Samen kamen im folgenden Jahre bei dem ersten Versuc he 90, bei dem dritten 87 Pflauzen zur Fruchtbildung; von diesen brachten bei dem\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\f16\ul 1. Versuche }{\f16 }{\f16\ul 3. Versuche}{\f16 \par 20 25 rund gelbe Samen ...................................}{\b\f16 AB}{\f16 .\par 23 19 rund gelbe und gr\'9fne Samen ...................}{\b\f16 ABb}{\f16 .\par 25 22 rund und kantig, gelbe Samen ..................}{\b\f16 AaB}{\f16 .\par 22 21 rund und kantig, gelbe und gr\'9fne Samen ..}{\b\f16 AaBb}{\f16 .\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 \par }\pard \fi576\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 \par }\pard \tx-1\tldot\tx1400\tx1800\tldot\tx2800\tx5900\tx6480 {\f16 Bei dem zweiten und vierten Versuche gaben die runden und gelben Samen Pflanzen mit runden und kantigen, gelben und gr\'9fnen Samen ...........}{\b\f16 AaBb}{\f16 .\par }\pard \tx-1\tx5900\tx6480 {\f16 \par Von den runden gr\'9fnen Samen wurden Pflanzen erhalten mit runden und kantigen gr\'9fnen Samen .................................................................}{\b\f16 Aab.}{\f16 \par \par Die kantigen gelben Samen gaben Pflanzen mit kantigen gelben und gr\'9fnen Samen ..........................................................................................}{\b\f16 aBb}{\f16 .\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 \par Aus den kantigen gr\'9fnen Samen wurden Pflanzen gezogen, die wieder nur kantige gr\'9fne Samen brachten .........................................................}{\b\f16 ab}{\f16 .}{\i\f16 \par \par }{\f16 Obwohl auch bei diesen beiden Versuchen einige Samen nicht keimten, konnte dadurch in den schon im vorhergehenden Jahre gefundenen zahlen nichts ge\'8a ndert werden, da jede Samenart Pflanzen gab, die in Bezug auf die Samen unter sich gleich und von den anderen verschieden waren. Es brachten daher:\par \par }\pard \tx-1\tx1300\tx4700\tx5040 {\f16\ul 2. Versuch}{\f16 }{\f16\ul 4. Versuch}{\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 31 24 Pflanzen Samen von der Form }{\b\f16 AaBb.}{\f16 \par 26 25 " " " " " }{\b\f16 Aab}{\f16 .\par 27 22 " " " " " }{\b\f16 aBb}{\f16 .\par 26 27 " " " " " }{\b\f16 ab}{\f16 .\par \par Bei allen Versuchen erschienen daher s\'8ammtliche Formen, welche die gemachte Voraussetzung verlangte, und zwar in nahezu gleicher Anzahl.\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 Bei einer weiteren Probe wurden die Merkmale der }{\i\f16 Bl\'9fthenfarbe und Axenl\'8ange}{\f16 in die Versuche aufgenommen, und die Auswahl so getroffen, dass im dritten Versuchsjahre jedes Merkmal an der H\'8alfte s\'8ammtlicher Pflanzen hervortreten musste, falls die obige Annahme ihre Richtigkeit hatte. }{\b\f16 A}{\f16 , }{\b\f16 B}{\f16 , }{ \b\f16 a}{\f16 , }{\b\f16 b}{\f16 dienen wieder zur Bezeichnung der verschiedenen Merkmale.\par \par }\pard \li1440 {\b\f16 A}{\f16 Bl\'9fthen violett-roth, }{\b\f16 a}{\f16 Bl\'9fthen weiss.\par }{\b\f16 B}{\f16 Axe lang, }{\b\f16 b}{\f16 Axe kurz.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par Die Form }{\b\f16 Ab}{\f16 wurde befruchtet mit }{\b\f16 ab}{\f16 , woraus die Hybride }{\b\f16 Aab}{\f16 hervorging. Ferner wurde befruchtet }{\b\f16 aB}{\f16 gleichfalls mit }{\b\f16 ab}{\f16 , daraus die Hybride }{\b\f16 aBb}{\f16 . Im zweiten Jahre wurde f\'9fr die weitere Befruchtung die Hybride }{\b\f16 Aab}{\f16 als Samenpflanze, die andere }{\b\f16 aBb}{\f16 als Pollenpflanze verwendet.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\f16 \par }\pard \li720 {\f16 Samenpflanze }{\b\f16 Aab}{\f16 , Pollenpflanze }{\b\f16 aBb}{\f16 \par M\'9agliche Keimzellen }{\b\f16 Ab}{\f16 , }{\b\f16 ab}{\f16 , Pollenzellen }{\b\f16 aB}{\f16 , }{\b\f16 ab}{\f16 .\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\i\f16 \par }{\f16 Aus der Befruchtung zwischen den m\'9aglichen Keim- und Pollenzellen mussten 4 Verbindungen hervorgehen, n\'8amlich:\par \par }\pard \qc\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360\tx10080 {\b\f16 AaBb + aBb + Aab + ab.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par Daraus wird ersichtlich, dass nach obiger Voraussetzung im dritten Versuchsjahre von s\'8ammtlichen Pflanzen\par \par }\pard \li720 {\f16 die H\'8alfte violett-rothe Bl\'9fthen haben solte (}{\b\f16 Aa}{\f16 ) .......... Glieder: 1 \bullet 3\par " weiss Bl\'9fthe (}{\b\f16 a}{\f16 ) ...................................................... " 2 \bullet 4\par " eine lange Axe (}{\b\f16 Bb}{\f16 ) ................................................ " 1 \bullet 2\par " eine kurze Axe (}{\b\f16 b}{\f16 ) .................................................. " 3 \bullet 4\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par Aus 45 Befruchtungen des zweiten Jahres wurden 187 Samen erhalten, wovon im dritten Jahre 166 Pflanzen zur Bl\'9fthe gelangten. Darunter erschienen die einzelnen Glieder in folgender Anzahl:\par \par }\pard {\f16 \par }\trowd \trgaph80\trleft640 \clshdng0\cellx2440\clshdng0\cellx4240\clshdng0\cellx6040\clshdng0\cellx7840\pard \qc\intbl {\b\f16 Glied:\cell Bl\'9fthenfarbe:\cell Axe:\cell }{\f16 \cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft640 \clshdng0 \cellx2440\clshdng0\cellx4240\clshdng0\cellx6040\clshdng0\cellx7840\pard \qc\intbl {\f16 1\cell violett-roth\cell lang\cell 47mal\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 2\cell weiss\cell lang\cell 40mal\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 3\cell violett-roth\cell kurz\cell 38mal\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft640 \clshdng0\cellx2440\clshdng0\cellx4240\clshdng0\cellx6040\clshdng0\cellx7840\pard \qc\intbl {\f16 4\cell weiss\cell kurz\cell 41mal\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\f16 \par }\pard \li720 {\f16 Es kam daher die violett-rothe Bl\'9fthenfarbe (}{\b\f16 Aa}{\f16 ) an 85 Pflanzen vor\par " weisse " (}{\b\f16 a}{\f16 ) " 81 " "\par " lange Axe (}{\b\f16 Bb}{\f16 ) " 87 " "\par " kurze " (}{\b\f16 b}{\f16 ) " 79 " "\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par Die aufgestellte Ansicht findet auch in diesem Versuche eine ausreichende Best\'8atigung.\par \par F\'9fr die Merkmale der }{\i\f16 H\'9flsenform}{\f16 , }{\i\f16 H\'9flsenfarbe und Bl\'9fthenstellung}{\f16 wurden ebenfalls Versuche im Kleinen angestellt und ganz gleich stimmende Resultate erhalten. Alle Verbindungen, welche durch die Vereinigung der verschiedenen Merkmale m\'9aglich wurden, erschienen p\'9fnctlich und in nahezu gleicher Anzahl.\par \par Es ist daher auch auf experimentellem Wege die Annahme gerechtfertigt, }{\i\f16 dass die Erbsen-Hybriden Keim- und Pollenzellen bilden, welche ihrer Beschaffenheit nach in gleicher Anzahl allen constanten Formen entsprechen, welche aus der Combinirung der durch Befruchtung vereinigten Merkmale hervorgehen}{\f16 .\par \par Die Verschiedenheit der Formen unter den Nachkommen der Hybriden, sowie die Zahlenverh\'8altnisse, in welchen dieselben beobachtet werden, finden in dem eben erwiesenen S\'8atze eine hinreichende Erkl\'8arung. Den einfachsten Fall bie tet die Entwicklungsreihe f\'9fr }{\i\f16 je zwei differirende Merkmale}{\f16 . Diese Reihe wird bekanntlich durch den Ausdruck: }{\b\f16 A}{\f16 + 2}{\b\f16 Aa}{\f16 + }{\b\f16 a}{\f16 bezeichnet, wobei }{\b\f16 A}{\f16 und }{\b\f16 a}{\f16 die Formen mit den constant differirenden Merkmalen und }{\b\f16 Aa}{\f16 die Hybrid-Gestalt beider bedeuten. Sie enth\'8alt unter 3 verschiedenen Gliedern 4 Individuen. Bei der Bildung derselben werden Pollen- und Keimzellen von der Form }{\b\f16 A}{ \f16 und }{\b\f16 a}{\f16 durchschnittlich zu gleichen Theilen in die Befruchtung treten, daher jede Form zweimal, da 4 Individuen gebildet werden. Es nehmen demnach an der Befruchtung theil:\par \par }\pard \li2160 {\f16 die Pollenzellen }{\b\f16 A + A + a + a}{\f16 \par die Keimzellen }{\b\f16 A + A + a + a}{\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par Es bleibt ganz dem Zufalle \'9fberlassen, welche von den beiden Pollenarten sich mit jeder einzelnen Keimzelle verbindet. Indessen wird es nach den Regeln der Wahrscheinlichkeit im Durchschnitte vieler F\'8alle immer geschehen, dass sich jede Pollenform } {\b\f16 A}{\f16 und }{\b\f16 a}{\f16 gleich oft mit jeder Keimzellform }{\b\f16 A}{\f16 und }{\b\f16 a}{\f16 vereinigt; es wird daher eine von den beiden Pollenzellen }{\b\f16 A}{\f16 mit einer Keimzelle }{\b\f16 A}{\f16 , die andere mit einer Keimzelle }{\b\f16 a}{\f16 bei der Befruchtung zusammentreffen, und eben so eine Pollenzelle }{\b\f16 a}{\f16 mit einer Keimzelle }{\b\f16 A}{\f16 , die andere mit }{\b\f16 a}{\f16 verbunden werden.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\f16 \par \par }\pard \qc\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {{\pict\macpict\picw273\pich146 0312ffffffff009101101101a00082a0008ca10096000c010000000200000000000000a1009a0008fffb00000029000001000a00010000001100550d000c2e0004000001002b010d0c506f6c6c656e7a656c6c656e2c000800140554696d65730300142950013aa00097a10096000c010000000200000000000000a1009a00 08fffb00000004000001000a0001006c00110076030000291c054120202020a00097a0008c01000affffffff0091011071001e006c006d007f0077007d0071006c006d006c0071006c0075007d0071070002000222001b00700050a0008da10096000c010000000200000000000000a1009a0008fffc00000006000001000a 00000092001000a128000c00930141a00097a10096000c010000000200000000000000a1009a0008fffb00000003000001000a000100c9001100d32b37010161a00097a10096000c010000000200000000000000a1009a0008fffc00000005000001000a000200fe0012010b2b35010161a00097a0008c01000affffffff00 91011071001e006c00c0008000cd007e00cb007000c0006e00c4006c00c8007e00cb220016009b2857a0008da0008c71001e006c009b007f00a8007d009b006c009f006d00a2006f00a6007d009b22001300cdd459a0008da0008c71001e006c0100007f010a007d0104006c0100006c0104006c0108007d01042200140103 0057a0008da10096000c010000000200000000000000a1009a0008fffc00000028000001000a007e0001008e005528008a00020b4b65696d7a656c6c656e3aa00097a10096000c010000000200000000000000a1009a0008fffb00000006000001000a007f006c008f007b2b6b01054120202020a00097a10096000c010000 000200000000000000a1009a0008fffc00000004000001000a008000940090009e2b2801054120202020a00097a10096000c010000000200000000000000a1009a0008fffb00000005000001000a007f00ca008f00d728008b00cb0161a00097a10096000c010000000200000000000000a1009a0008fffb00000007000001 000a007f00fe008f010f29340161a00097a0008da00083ff}}{\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par Das Ergebniss der Befruchtung l\'8asst sich dadurch anschaulich machen, dass die Bezeichnungen f\'9fr die verbundenen Keim- und Pollenzellen in Bruchform angesetzt werden, und zwar f\'9fr die Pollenzellen \'9fber, f\'9f r die Keimzellen unter dem Striche. Man erh\'8alt in dem vorliegenden Falle:\par }\pard \qc\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par }\trowd \trgaph80\trleft2080 \clshdng0\cellx6400\pard \intbl {\b\f16 A A a a \cell }\pard \intbl {\b\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft2080 \clshdng0\cellx6400\pard \intbl {\b\f16 ----- + ----- + ----- + ----- \cell }\pard \intbl {\b\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft2080 \clshdng0\cellx6400\pard \intbl {\b\f16 A a A a \cell }\pard \intbl {\b\f16 \row }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\i\f16 \par }{\f16 Bei dem ersten und vierten Gliede sind Keim- und Pollenzellen gleichartig, daher m\'9fssen die Producte ihrer Verbindung constant sein, n\'8amlich }{\b\f16 A}{\f16 und }{\b\f16 a}{\f16 ; bei dem zweiten und dritten hingegen erfolgt abermals eine Vereinigung der beiden differirenden Stamm-Merkmale, daher auch die aus diesen Befruchtungen hervorgehenden. Formen mit der Hybride, von welcher sie abstammen, ganz identisch sind. }{\i\f16 Es findet demnach eine wiederholte Hybridisirung statt}{\f16 . Daraus erklart sich die auffallende Erscheinung, dass die Hybriden im Stande sind, nebst den beiden Stammformen auch Nachkommen zu erzeugen, die ihnen selbst gleich sind; }{\b\f16 A/a}{\f16 und }{\b\f16 a/A}{\f16 geben beide dieselbe Verbindung }{\b\f16 Aa}{\f16 , da es, wie schon fr\'9fher angef\'9fhrt wurde, f\'9fr den Erfolg der Befruchtung keinen Unterschied macht, welches von den beiden Merkmalen der Pollen- oder Keimzelle angeh\'9a rt. Es ist daher\par \par }\pard \qc\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\b\f16 A/A + A/a + a/A + a/a = A + 2 Aa + a.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\i\f16 \par }{\f16 So gestaltet sich der }{\i\f16 mittlere}{\f16 Verlauf bei der Selbstbefruchtung der Hybriden, wenn in denselben zwei differirende Merkmale vereinigt sind. In einzehlen Bl\'9fthen und an einzelnen Pflanzen kann jedoch das Verh\'8a ltniss, in welchem die Formen der Reihe gebildet werden, nicht unbedeutende St\'9a rungen erleiden. Abgesehen davon, dass die Anzahl, in welcher beiderlei Keimzellen im Fruchtknoten vorkommen, nur im Durchschnitte als gleich angenommen werden kann, bleibt es ganz dem Zufalle \'9f berlassen, welche von den beiden Pollenarten an jeder einzellen Keimzelle die Befruchtung vollzieht. Desshalb m\'9fssen die Einzelwerthe nothwendig Schwankungen unterliegen, und es sind selbst extreme F\'8alle m\'9aglich, wie sie fr\'9fher bei den Ver suchen \'9fber die Gestalt der Samen und die F\'8arbung des Albumens angef\'9fhrt wurden. Die wahren Verh\'8altnisszahlen k\'9annen nur durch das Mittel gegeben werden, welches aus der Summe m\'9aglichst vieler Einzelwerthe gezogen wird; je gr\'9a sser ihre Anzahl, desto genauer wird das blos Zuf\'8allige eliminirt.\par \par Die Entwicklungsreihe f\'9fr Hybriden, in denen zweierlei differirende Merkmale verbuuden sind, enth\'8alt unter 16 Individuen 9 verschiedene Formen, n\'8amlich: }{\b\f16 AB + Ab + aB + ab + 2ABb + 2aBb + 2AaB + 2Aab + 4AaBb}{\f16 . Zwischen d en verschiedenen Merkmalen der Stammpflanzen }{\b\f16 A}{\f16 , }{\b\f16 a}{\f16 und }{\b\f16 B}{\f16 , }{\b\f16 b}{\f16 sind 4 constante Combinationen m\'9aglich, daher erzeugt auch die Hybride die entsprechenden 4 Formen von Keim- und Pollenzellen: }{ \b\f16 AB}{\f16 , }{\b\f16 Ab}{\f16 , }{\b\f16 aB}{\f16 , }{\b\f16 ab}{\f16 , und jede davon wird im Durchschnitte 4mal in Befruchtung treten, da in der Reihe 16 Individuen enthalten sind. Daller nehmen an der Befruchtung Theil die\par }\pard \fi-864\li864\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640 {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 Pollenzellen: }{\b\f16 AB+AB+AB+AB+Ab+Ab+Ab+Ab+aB+aB+aB+aB+ab+ab+ab+ab}{\f16 .}{\i\f16 \par }{\f16 Keimzellen: }{\b\f16 AB+AB+AB+AB+Ab+Ab+Ab+Ab+aB+aB+aB+aB+ab+ab+ab+ab}{\f16 .}{\b\f16 \par }{\i\f16 \par }{\f16 Im mittleren Verlaufe der Befruchtung verbindet sich jede Pollenform gleich oft mit jeder Keimzellform, daher jede von den 4 Pollenzellen }{\b\f16 AB}{\f16 einmal mit einer von den Keimzellarten }{\b\f16 AB}{\f16 , }{\b\f16 Ab}{\f16 , }{\b\f16 aB} {\f16 , }{\b\f16 ab}{\f16 . Genau eben so erfolgt die Vereinigung der \'9fbrigen Pollenzellen von den Formen }{\b\f16 Ab}{\f16 , }{\b\f16 aB}{\f16 , }{\b\f16 ab}{\f16 mit allen anderen Keimzellen. Man erh\'8alt demnach:\par \par }\pard \li720 {\b\f16 AB/AB + AB/Ab + AB/aB + AB/ab + Ab/AB + Ab/Ab + Ab/aB + Ab/ab + aB/AB + aB/Ab + aB/aB + aB/ab + ab/AB + ab/Ab + ab/aB + ab/ab, \par \par }\pard {\f16 oder}{\b\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\f16 \par }\pard \qc\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\b\f16 AB + ABb + AaB + AaBb + ABb + Ab + AaBb + Aab + AaB +\par AaBb + aB + aBb + AaBb + Aab + aBb + ab + AB + Ab + aB +\par ab + 2ABb + 2aBb + 2AaB + 2Aab + 4AaBb.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par In ganz \'8ahnlicher Weise erkl\'8art sich die Entwicklungsreihe der Hybriden, wenn in denselben }{\i\f16 dreierlei differirende Merkmale}{\f16 verbunden sind. Die Hybride bildet 8 verschiedene Formen von Keim- und Pollenzellen: }{\b\f16 ABC}{\f16 , }{ \b\f16 ABc}{\f16 , }{\b\f16 AbC}{\f16 , }{\b\f16 Abc}{\f16 , }{\b\f16 aBC}{\f16 , }{\b\f16 aBc}{\f16 , }{\b\f16 abC}{\f16 , }{\b\f16 abc}{\f16 , und jede Pollenform vereinigt sich wieder durchschnittlich einmal mit jeder Keimzellform.\par \par Das Gesetz der Combinirung der differirenden Merkmale, nach welchem die Entwicklung der Hybriden erfolgt, findet demnach seine }{\i\f16 Begr\'9fndung und Erkl\'8arung}{\f16 in dem erwiesenen S\'8a tze, dass die Hybriden Keim- und Pollenzellen erzeugen, welche in gleicher Anzahl allen constanten Formen entsprechen, die aus der Combinirung der durch Befruchtung vereinigter Merkmale hervorgehen.\par \par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760 {\b\f16 Versuch \'9fber die Hybriden anderer Pflanzenarten.\par }{\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 Es wird die Aufgabe weiterer Versuche sein, zn ermitteln, ob das f\'9f r Pisum gefundene Entwicklungsgesetz auch bei den Hybriden anderer Pflanzen Geltung habe. Zu diesem Zwecke wurden in der letzten Zeit mehrere Versuche eingeleitet. Beendet sind zwei kleinere Experimente mit Phaseolus-Arten, welche hier Erw\'8a hnung finden m\'9agen.\par \par Ein Versuch mit Phaseolus vulgaris und Phaseolus nanus L. gab ein ganz \'9fbereinstimmendes Resultat. Ph. nanus hatte nebst der zwergartigen Axe gr\'9fne einfach gew\'9albte H\'9flsen, Ph. vulgaris hingegen eine 10-12' hohe Axe und gelb gef\'8a rbte, zur Zeit der Reife eingeschn\'9frte H\'9flsen. Die Zahlenverh\'8altnisse, in welchen die verschiedenen Formen in den einzelnen Generatione n vorkamen, waren dieselben wie bei Pisum. Auch die Entwicklung der constanten Verbindungen erfolgte nach dem Gesetze der einfachen Combinirung der Merkmale, genau so, wie es bei Pisum der Fall ist. Es wurden erhalten:\par }\pard \tx-1\tqc\tx1500\tqc\tx2600\tx2880 {\f16 \par }\pard {\f16 \par }\trowd \trgaph80\trleft640 \clshdng0\cellx2512\clshdng0\cellx4384\clshdng0\cellx6256\clshdng0\cellx8128\pard \qc\intbl {\b\f16 Constante \par Verbindung:\cell Axe:\cell Farbe der\par unreifen H\'9flse\cell Form der\par reifen H\'9flse\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft640 \clshdng0\cellx2512\clshdng0\cellx4384\clshdng0\cellx6256\clshdng0\cellx8128\pard \qc\intbl {\f16 1\cell lang\cell gr\'9fn\cell gew\'9albt\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 2\cell "\cell "\cell eingeschn\'9frt\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 3\cell "\cell gelb\cell gew\'9albt\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 4\cell "\cell "\cell eingeschn\'9frt\cell }\pard \intbl { \f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 5\cell kurz\cell gr\'9fn\cell gew\'9albt\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 6\cell "\cell "\cell eingeschn\'9frt\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \qc\intbl {\f16 7\cell "\cell gelb\cell gew\'9albt \cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft640 \clshdng0\cellx2512\clshdng0\cellx4384\clshdng0\cellx6256\clshdng0\cellx8128\pard \qc\intbl {\f16 8\cell "\cell "\cell eingeschn\'9frt\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par Die gr\'9fne H\'9flsenfarbe, die gew\'9albte Form der H\'9flse und die hohe Axe waren, wie bei Pisum, dominirende Merkmale.\par \par Ein anderer Versuch mit zwei sehr verschiedenen Phaseolus-Arten hatte nur einen theilweisen Erfolg. Als }{\i\f16 Samenpflanze}{\f16 diente Ph. nanus L., eine ganz constante Art mit weissen Bl\'9f then in kurzen Trauben und kleinen weissen Samen in geraden, gew\'9albten und glatten H\'9flsen; als }{\i\f16 Pollenpflanze}{\f16 Ph. multiflorus W. mit hohem windellden Stengel, purpurrothen Bl\'9fthen in sehr langen Trauben, rauhen sichelf\'9armig gekr \'9fmmten H\'9flsen und grossen Samen, welche auf pfirsichbl\'9fthrothem Grunde schwarz gefleckt und geflammt sind.\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\f16 Die Hybride hatte mit der Pollenpflanze die gr\'9asste Aehnlichkeit, nur die Bl\'9f thell erschienen weniger intensiv gefarbt. Ihre Fruchtbarkeit war eine sehr beschr\'8ankte, von 17 Pflanzen, die zusammen viele hundert Bl\'9fthen eutwickelten, wurden im Ganzen nur 49 Samen geerntet. Diese waren von mittlerer Gr\'9asse und besassen eine \'8ahnliche Zeichnung wie Ph. multiflorus; auch die Grundfarbe war nicht wesentlich verschieden. Im n\'8achsten Jahre wurden davon 44 Pflanzen erhalten, von denen nur 31 zur Bl\'9fthe gelangten. Die Merkmale von Ph. nanus, welche in der Hybride s\'8a mmtlich latent wurden, kamen in verschiedenen Combinirungen wieder zum Vorscheine, das Verh\'8altniss derselben zu den dominirenden musste jedoc h bei der geringen Anzahl von Versuchspflanze sehr schwankend bleiben; bei einzelnen Merkmalen, wie bei jenen der Axe und der H\'9flsenform, war dasselbe indessen wie bei Pisum fast genau 1:3.\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 So gering auch der Erfolg dieses Versuches f\'9fr die Feststellung der Zahlenverh\'8a ltnisse sein mag, in welchen die verschiedenen Formen vorkamen, so bietet er doch anderseits den Fall einer }{\i\f16 merkw\'9frdigen Farbenwandlung}{\f16 an den Bl\'9fthen und Samen der Hybriden dar. Bei Pisum treten bekanntlich die Merkmale der Bl\'9f then- und Samenfarbe in der ersten und den weiteren Generationen unver\'8andert hervor und die Nachkommen der Hybriden tragen ausschliesslich das eine oder das andere der beiden Stamm-Merkmale an sich. Anders verh\'8a lt sich die Sache bei dem vorliegenden Versuche. Die weisse Blumen- und Samenfarbe von Ph. nanus erschien allerdings gleich in der ersten Generation an einem ziemlich fruchtbaren Exemplare, allein die \'9fbrigen 30 Pflanzen entwickelten Bl\'9f thenfarben, die verschiedene Abstufungen von Purpurroth bis Blassviolett darstellen. Die F\'8arbung der Samenschale war nicht minder verschieden, als die der Bl\'9fthe. Keine Pflanze konnte als volkommen fruchtbar gelten, manche setzten gar keine Fr\'9f chte au, bei anderen entwickelten sich dieselben erst aus den letzten Bl\'9fthen und kamen nicht mehr zur Reife, nur von 15 Pflanzen wurden gut ausgebildete Samen geerntet. Die meiste Neigung zur Unfruchtbarkeit zeigten die Formen mit vorherrschend rother Bl\'9fthe, indem von 16 Pflanzen nur 4 reife Samen gaben. Drei davon hatten eine \'8a hnlich Samenzeichnung wie Ph. multiflorus, jedoch eine mehr oder weniger blasse Grundfarbe, die vierte Pflanze brachte nur einen Samen von einfach brauner F\'8arbung. Die Formen mit \'9fberwiegend violetter Bl\'9f thenfarbe hatten dunkelbraune, schwarzbraune und ganz schwarze Samen.\par \par Der Versuch wurde noch durch zwei Generationen unter gleich ung\'9fnstigen Verh\'8altnissen fortgef\'9fhrt, da selbst unter den Nachkommen ziemlich fruchtbarer Pflanzen wieder ein Theil wenig fruchtbar oder ganz steril wurde. Andere Bl\'9f then- und Samenfarben, als die angef\'9f hrten, kamen weiter nicht vor. Die Formen, welche in der ersten Generation eines oder mehrere von den recessiven Merkmalen erhielten, blieben in Bezug auf diese ohne Ausnahme constant. Auch von jenen Pflanzen, welche violette Bl\'9fthen und bra une oder schwarze Samen besassen, \'8anderten einzelne in den n\'8achsten Generationen die Blumen- und Samenfarbe nicht mehr, die Mehrzahl jedoch erzeugte nebst ganz gleichen Nachkommen auch solche, welche weisse Bl\'9f then und eben so gefarbte Samenschalen erhielten. Die roth bl\'9fhenden Pflanzen blieben so wenig fruchtbar, dass sich \'9fber ihre Weiterentwicklung nichts mit Bestimmtheit sagen l\'8asst.\par \par Ungeachtet der vielen St\'9arungen, mit welchen die Beobachtung zu k\'8ampfen hatte, geht doch soviel aus diesem Versuche herv or, dass die Entwicklung der Hybriden in Bezug auf jene Merkmale, welche die Gestalt der Pflanze betreffen, nach demselben Gesetze wie bei Pisum erfolgt. R\'9fcksichtlich der Farbenmerkmale scheint es allerdings schwierig zu sein, eine gen\'9f gende Uebereinstimmung aufzufinden. Abgesehen davon, dass aus der Verbindung einer weissen und purpurrothen F\'8arbung eine ganze Reihe von Farben hervorgeht, von Purpur bis Blassviolett und Weiss, muss auch der Umstand auffallen, dass unter 31 bl\'9f henden Pflanzen nur eine den recessiven Character der weissen F\'8arbung erhielt, w\'8ahrend das bei Pisum durchschnittlich schon an jeder vierten Pflanze der Fall ist.\par \par Aber auch diese r\'8athselhaften Erscheinungen w\'9frden sich wahrscheinlich nach dem f\'9fr Pisum geltenden Gesetze erkl\'8aren lassen, wenn man voraussetzen d\'9f rfte, dass die Blumen- und Samenfarbe des Ph. multiflorus aus zwei oder mehreren ganz selbsst\'8andigen Farben zusammengesetzt sei, die sich einzeln ebenso verhalten, wie jedes andere constante Merkmal an der Pflanze. W\'8are die Bl\'9fthenfarbe }{\b\f16 A}{\f16 zusammengesetzt aus den selbst\'8andigen Merkmalen }{\b\f16 A}{\f16\fs20\dn4 l}{\b\f16 + A}{\f16\fs20\dn4 2}{\b\f16 + .....}{\f16 , welche den Gesammt-Eindruck der purpurrothen F\'8arbung hervorrufen, so m\'9f ssten durch Befruchtung mit dem differirenden Merkmale der weissen Farbe }{\b\f16 a}{\f16 die Hybriden Verbindungen }{\b\f16 A}{\f16\fs20\dn4 l}{\b\f16 a + A}{\f16\fs20\dn4 2}{\b\f16 a + ....}{\f16 gebildet werden, und \'8ahnlich w\'9f rde es sich mit der correspondirenden F\'8arbung der Samenschale verhalten. Nach der obigen Voraussetzung w\'8are jede von diesen Hybriden F\'8arbenverbindungen selbst\'8andig und w\'9frde sich demnach ganz unabh\'8angig von den \'9f brigen entwickeln. Man sieht dan leicht ein, dass aus der Combinirung der einzelnen Entwicklungsreihen eine vollst\'8andige Farbenreihe hervorgehen m\'9fsste. Ware z. B. }{\b\f16 A = A}{\f16\fs20\dn4 l}{\b\f16 + A}{\f16\fs20\dn4 2}{\f16 , so entsprechen den Hybriden }{\b\f16 A}{\f16\fs20\dn4 l}{\b\f16 a}{\f16 und }{\b\f16 A}{\f16\fs20\dn4 2}{\b\f16 a}{\f16 die Entwicklungsreihen\par \par }\pard \qc\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\b\f16 A}{\b\f16\fs20\dn4 l}{\b\f16 + 2A}{\b\f16\fs20\dn4 l}{\b\f16 a + a \par A}{\b\f16\fs20\dn4 2}{\b\f16 + 2A}{\b\f16\fs20\dn4 2}{\b\f16 a + a.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par Die Glieder dieser Reihen k\'9annen in 9 versehiedene Verbindungen treten und jede davon stellt die Bezeichnung f\'9fr eine andere Farbe vor:\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\f16 \par }\trowd \trgaph80\trleft2080 \clshdng0\cellx6400\pard \intbl {\b\f16 1 A}{\b\f16\fs20\dn4 1}{\b\f16 A}{\b\f16\fs20\dn4 2}{\b\f16 2 A}{\b\f16\fs20\dn4 1}{\b\f16 aA}{\b\f16\fs20\dn4 2}{\b\f16 1 A}{\b\f16\fs20\dn4 2}{\b\f16 a\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft2080 \clshdng0\cellx6400\pard \intbl {\b\f16 2 A}{\b\f16\fs20\dn4 1}{\b\f16 A}{\b\f16\fs20\dn4 2}{\b\f16 a 4 A}{\b\f16\fs20\dn4 1}{\b\f16 aA}{\b\f16\fs20\dn4 2}{\b\f16 a 2 A}{\b\f16\fs20\dn4 2}{\b\f16 aa \cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft2080 \clshdng0\cellx6400\pard \intbl {\b\f16 1 A}{\b\f16\fs20\dn4 1}{\b\f16 a 2 A}{\b\f16\fs20\dn4 1}{\b\f16 aa 1 aa\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 Die den einzelnen Verbindungen vorausgesetzten Zahlen geben zugleich an, wie viele Pflanzen mit der entsprechenden F\'8arbung in die Reihe geh\'9a ren. Da die Summe derselben 16 betr\'8agt, so sind s\'8ammtliche Farben im Durchschnitte auf je 16 Pflanzen vertheilt, jedoch wie die Reihe selbst zeigt, in ungleichen Verh\'8altnissen.\par \par W\'9frde die Farbenentwicklung wirklich in dieser Weise erfolgen, so k\'9annte auch der oben angef\'9fhrte Fall eine Erkl\'8arung finden, dass n\'8amlich die weisse Bl\'9fthen- und H\'9f lsenfarbe unter 31 Pflanzen der ersten Generation nur einmal vorkam. Diese F\'8arbung ist in der Reihe nur einmal enthalten, und k\'9annte daher auch nur im Durchschnitte unter je 16, bei drei Farbenmerkmalen sogar nur unter 64 Pflanzen einmal entwickelt werden.\par \par Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass die hier versuchte Erkl\'8arung auf einer blossen Vermuthung beruht, die weiter nichts f\'9fr sich hat, als das sehr unvollst\'8andige Resultat des eben besprochenen Versuches. Es w\'8are \'9f brigens eine lohnende Arbeit, die Farbenentwicklung der Hybriden durch \'8ahnliche Versuche weiter zu verfolgen, da es wahrscheinlich ist, dass wir auf diesem Wege die ausserordentliche Mannigfaltigkeit in der }{\i\f16 F\'8arbung unserer Zierblumen}{\f16 begreifen lernen.\par \par Bis jetzt ist mit Sicherheit kaum mehr bekannt, als dass die Bl\'9fthenfarbe bei den meisten Zierpflanzen ein \'8ausserst ver\'8anderliches Merkmal ist. Man hat h\'8aufig die Meinung ausgesprochen, dass die Stabilit\'8a t der Arten durch die Cultur in hohem Grade ersch\'9fttert oder ganz gebrochen werde, und ist sehr geneigt, die Entwicklung der Culturformen als eine regellose und zuf\'8allige hinzustellen; dabei wird gew\'9ahnlich auf die F\'8a rbung der Zierpflanzen, als Muster aller Unbest\'8andigkeit, hingewiesen. Es ist jedoch nicht einzusehen, warum das blosse Versetzen in den Gartengrund eine so durchgreifende und nachhaltige Revolution im Pflanzen-Organismus zur Folge haben m\'9f sse. Niemand wird im Ernste behaupten wollen, dass die Entwicklung der Pflanze im freien Lande durch andere Gesetze geleitet wird, als am Gartenbeete. Hier wie dort m\'9fssen typische Ab\'8anderungen auftreten, wenn die Lebensbedingungen f\'9f r eine Art ge\'8andert werden und diese die F\'8ahigkeit besitzt, sich den neuen Verh\'8altnissen anzupassen. Es wird gerne zugegeben, dass durch die Cultur die Entstehung neuer Variet\'8aten beg\'9fnstigt und durch die Hand des Menschen manche Ab\'8a nderung erhalten wird, welche im freien Zustande unterliegen m\'9fsste, allein nichts berechtigt uns zu der Annahme, dass die Neigung zur Variet\'8atenbildung so ausserordentlich gesteigert werde, dass die Arten bald alle Selbst\'8a ndigkeit verlieren und ihre Nachkommen in einer endlosen Reihe h\'9achst ver\'8anderlicher Formen auseinander gehen. W\'8are die Aenderung in den Vegetations-Bedingungen die alleinige Ursache der Variabilit\'8at, so d\'9f rfte man erwarten, dass jene Culturpflanzen, welche Jahrhunderte hindurch unter fast gleichen Verh\'8altnissen angebaut wurden, wieder an Selbst\'8andigkeit gewonnen h\'8a tten. Das ist bekanntlich nicht der Fall, da gerade unter diesen nicht blos die verschiedensten, sondern auch die ver\'8a nderlichsten Formen gefunden werden. Nur die Leguminosen, wie Pisum, Phaseolus, Lens, deren Befruchtungs-Organe durch das Schiffchen gesch\'9ftzt sind, machen davon eine bemerkenswerthe Ausnahme. Auch da sind w\'8ahrend einer mehr als 1000 j\'8a hrigen Cultur unter den mannigfaltigsten Verh\'8altnissen zahlreicht Variet\'8aten entstanden, diese behaupten jedoch unter gleich bleibenden Lebensbedingungen eine Selbst\'8andigkeit, wie sie wild wachsenden Arten zukommt.\par \par Es bleibt mehr als wahrscheinlich, dass f\'9fr die Ver\'8anderlichkeit der Culturgew\'8achse ein Factor th\'8atig ist, dem bisher wenig Aufmerksamkeit zugewendet wurde. Verschiedene Erfahrungen dr\'8a ngen zu der Ansicht, dass unsere Culturpflanzen mit wenigen Ausnahmen }{\i\f16 Glieder verschiedener Hybridreihen}{\f16 sind, deren gesetzm\'8assige Weiterentwicklung durch h\'8aufige Zwischenkreuzungen abge\'8a ndert und aufgehalten wird. Es ist der Umstand nicht zu \'9fbersehen, dass die cultivirten Gew\'8achste meistens in gr\'9asserer Anzahl neben einander gezogen werden, wodurch f\'9fr die wechselseitige Befruchtung zwischen den vorhandenen Variet\'8a ten und mit den Arten selbst die g\'9fnstigste Gelegenheit geboten wird. Die Wahrscheinlichkeit dieser Ansicht wird durch die Thatsache unterst\'9ftzt, dass unter dem grossen Heere ver\'8anderlicher Formen imm er einzelne gefunden werden, welche in dem einen oder anderen Merkmale constant bleiben, wenn nur jeder fremde Einfluss sorgf\'8a ltig abgehalten wird. Diese Formen entwickeln sich genau eben so, wie gewisse Glieder der zusammengesetzten Hybridreihen. Auch bei dem empfindlichsten aller Merkmale, bei jenem der Farbe, kann es der aufmerksamen Beobachtung nicht entgehen, dass an den einzelnen Formen die Neigung zur Ver\'8anderlichkeit in sehr verschiedenem Grade vorkommt. Unter Pflanzen, die aus }{\i\f16 einer}{ \f16 spontanen Befruchtung stammen, gibt es oft solche, deren Nachkommen in Beschaffenheit und Anordnung der Farben weit auseinandergehen, w\'8ahrend andere wenig abweichende Formen liefern, und unter einer gr\'9a sseren Anzahl einzelne getroffen werden, welche ihre Blumenfarbe unver\'8andert auf die Nachkommen \'9fbertragen. Die cultivirten Dianthus-Arten geben daf\'9fr einen lehrreichen Beleg. Ein weiss bl\'9f hendes Exemplar von Dianthus Caryophylus, welches selbst von einer weissblumigen Variet\'8at abstammte, wurde w\'8ahrend der Bl\'9fthezeit in einem Glashause abgesperrt; die zahlreich davon gewonnenen Samen gaben Pflanzen mit durchaus gleicher weisser Bl \'9fthenfarbe. Ein \'8ahnliches Resultat wurde von einer rothen, etwas ins Violette schimmernden und einer weissen roth gestreiften Abart erhalten. Viele andere hingegen, welche auf dieselbe Weise gesch\'9f tzt wurden, gaben mehr oder weniger verschieden gef\'8arbte und gezeichnete Nachkommen.\par }\pard \fi576\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 Wer die F\'8arbungen, welche bei Zierpflanzen aus gleicher Befruchtung hervorgehen, \'9fberblickt, wird sich nicht leicht der Ueberzeugung verschliessen k\'9a nnen, dass auch hier die Entwicklung nach einem bestimmten Gesetze erfolgt, welches m\'9aglicherweise seinen Ausdruck in der }{\i\f16 Combinirung mehrerer selbst\'8andiger Farbenmerkmale}{\f16 findet.\par \par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160 {\b\f16 Schluss-Bemerkungen.\par }{\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 Es d\'9frfte nicht ohne Interesse sein, die bei Pisum gemachten Beobachtungen mit den Resultaten zu vergleichen, zu welchen die beiden Autorit\'8a ten in diesem Fache, K\'9alreuter und G\'8artner, bei ihren Forschungen gelangt sind. Nach der \'9fbereinstimmenden Ansicht beider halten die Hybriden der \'8a usseren Erscheinung nach entweder die Mittelform zwischen den Stammarten, oder sie sind dem Typus der einen oder der anderen n\'8aher ger\'9fckt, manchmal von denselben kaum zu unterscheiden. Aus den Samen derselben gehen gew\'9ahnlich, wenn die Befruchtu ng durch den eigenen Pollen geschah, verschiedene von dem normalen Typus abweichende Formen hervor. In der Regel beh\'8alt die Mehrzahl der Individuen aus einer Befruchtung die Form der Hybride bei, w\'8ahrend andere wenige der Samenpflanze \'8a hnlicher werden und ein oder das andere Individuum der Pollenpflanze nahe kommt. Das gilt jedoch nicht von allen Hybriden ohne Ausnahme. Bei einzelnen sind die Nachkommen theils der einen, theils der anderen Stammpflanze n\'8aher ger\'9f ckt, oder sie neigen sich s\'8ammtlich mehr nach der einen oder der anderen Seite hin; bei einigen aber }{\i\f16 bleiben sie der Hybride vollkommen gleich}{\f16 und pflanzen sich unver\'8andert fort. Die Hybriden der Variet\'8a ten verhalten sich wie die Species-Hybriden, nur besitzen sie eine noch gr\'9assere Ver\'8anderlichkeit der Gestalten und eine mehr ausgesprochene Neigung, zu den Stammformen zur\'9fckzukehren.\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920 {\f16 In Bezug auf die }{\i\f16 Gestalt}{\f16 der Hybriden und ihre in der Regel erfolgende }{\i\f16 Entwicklung}{\f16 ist eine Uebereinstimmung mit den bei Pisum gemachten Beobachtungen nicht zu verkennen. Anders verh\'8alt es sich mit den erw\'8ahnten Ausnahms-F\'8allen. G\'8a rtner gesteht selbst, dass die genaue Bestimmung, ob eine Form mehr der einen oder der anderen von den beiden Stammarten \'8ahnlich sei, \'9after grosse Schwierigkeiten habe, indem dabei sehr viel au f die subjective Anschauung des Beobachters ankommt. Es konnte jedoch auch ein anderer Umstand dazu beitragen, dass die Resultate trotz der sorgf\'8altigsten Beobachtung und Unterscheidung schwankend und unsicher wurden. F\'9fr die Versuche dienten gr\'9a sstentheils Pflanzen, welche als gute Arten gelten und in einer gr\'9asseren Anzahl von Merkmalen verschieden sind. Nebst den scharf hervortretenden Characteren m\'9fssen da, wo es sich im Allgemeinen um eine gr\'9a ssere oder geringere Aehnlichkeit handelt, auch jene Merkmal e eingerechnet werden, welche oft schwer mit Worten zu fassen sind, aber dennoch hinreichen, wie jeder Pflanzenkenner weiss, um den Formen ein fremdartiges Aussehen zu geben. Wird angenommen, dass die Entwicklung der Hybriden nach dem f\'9f r Pisum geltenden Gesetze erfolgte, so musste die Reihe bei jedem einzelnen Versuche sehr viele Formen umfassen, da die Gliederzahl bekanntlich mit der Anzahl der differirenden Merkmale nach den Potenzen von 3 zunimmt. Bei einer verh\'8altnissm\'8a ssig kleinen Anzahl von Versuchspflanzen konnte dann das Resultat nur ann\'8ahernd richtig sein und in einzelnen F\'8allen nicht unbedeutend abweichen. W\'8aren z. B. die beiden Stammarten in 7 Merkmalen verschieden, und w\'9f rden aus den Samen ihrer Hybriden zur Beurtheilung des Verwandtschafts-Grades der Nachkommen 100 bis 200 Pflanzen gezogen, so sehen wir leicht ein, wie unsicher das Urtheil ausfallen m\'9fsste, da f\'9f r 7 differirende Merkmale die Entwicklungsreihe 16,384 Individuen unter 2187 verschiedenen Formen enth\'8alt. Es k\'9annte sich bald die eine , bald die andere Verwandtschaft mehr geltend machen, je nachdem der Zufall dem Beohachter diese oder jene Formen in gr\'9asserer Anzahl in die Hand spielt.\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 Kommen ferner unter den differirenden Merkmalen zugleich }{\i\f16 dominirende}{\f16 vor, welche ganz oder fast unver\'8andert auf die Hybride \'9f bergehen, dann muss an den Gliedern der Entwicklungsreihe immer jene der beiden Stammarten mehr hervortreten, welche die gr\'9assere Anzahl der dominirenden Merkmale besitzt. In dem fr\'9fher bei Pisum f\'9fr dreierlei differirende Merkmale angef\'9f hrten Versuche geh\'9arten die dominirenden Charactere s\'8ammtlich der Samenpflanze an. Obwohl die Glieder der Reihe sich ihrer inneren Beschaffenheit nach gleichm\'8a ssig zu beiden Stammpflanzen hinneigen, erhielt doch bei diesem Versuche der Typus der Same npflanze ein so bedeutendes Uebergewicht, dass unter je 64 Pflanzen der ersten Generation 54 derselben ganz gleich kamen, oder nur in einem Merkmale verschieden waren. Man sieht, wie gewagt es unter Umst\'8anden sein kann, bei Hybriden aus der \'8a usseren Uebereinstimmung Schl\'9fsse auf ihre innere Verwandtschaft zu ziehen.\par \par G\'8artner erw\'8ahnt, dass in jenen F\'8allen, wo die Entwicklung eine regelm\'8assige war, unter den Nachkommen der Hybriden nicht die beiden Stammarten selbst erhalten wurden, sondern nur einzelne ihnen n\'8a her verwandte Individuen. Bei sehr ausgedehnten Entwicklungsreihen konnte es in der That nicht anders eintreffen. F\'9f r 7 differirende Merkmale z. B. kommen unter mehr als 16,000 Nachkommen der Hybride die beiden Stammformen nur je einmal vor. Es ist demnach nicht leicht m\'9a glich, dass dieselben schon unter einer geringen Anzahl von Versuchspflanzen erhalten werden; mit einiger Wahrscheinlichkeit darf man jedoch auf das Erscheinen einzelner Formen rechnen, die demselben in der Reihe nahe stehen.\par \par Einer }{\i\f16 wesentlichen Verschiedenheit}{\f16 begegnen wir bei jenen Hybriden, welche in ihren Nachkommen constant bleiben und sich eben so wie die reinen Arten fortpflanzen. Nach G\'8artner geh\'9aren hieher die }{\i\f16 ausgezeichnet fruchtbaren}{ \f16 Hybriden: Aquilegia atropurpurea-canadensis, Lavatera pseudolbia-thuringiaca, Geum urbano-rivale und einige Dianthus-Hybriden; nach Wichura die Hybriden der Weidenarten. F\'9f r die Entwicklungsgeschichte der Pflanzen ist dieser Umstand von besonderer Wichtigkeit, weil constante Hybriden die Bedeutung neuer Arten erlangen. Die Richtigkeit des Sachverhaltes ist durch vorz\'9fgliche Beobachter verb\'9f rgt und kann nicht in Zweifel gezogen werden. G\'8artner hatte Gelegenheit, den Dianthus Armeria-deltoides bis in die 10. Generation zu verfolgen, da sich derselbe regelm\'8assig im Garten von selbst fortpflanzte.\par \par Bei Pisum wurde es durch Versuche erwiesen, dass die Hybriden }{\i\f16 verschiedenartige}{\f16 Keim- und Pollen-Zellen bilden, und dass hierin der Grund f\'9fr die Ver\'8anderlichkeit ihrer Nachkommen liegt. Auch bei anderen Hybrid en, deren Nachkommen sich \'8ahnlich verhalten, d\'9frfen wir eine gleiche Ursache voraussetzen; f\'9fr jene hingegen, welche constant bleiben, scheint die Annahme zul\'8assig, dass ihre Befruchtungszellen gleichartig sind und mit der Hybriden-Grundzelle \'9fhereinstimmen. Nach der Ansicht ber\'9fhmter Physiologen vereinigen sich bei den Phanerogamen zu dem Zwecke der Fortpflanzung je eine Keim- und Pollenzelle zu einer einzigen Zelle}{\fs18\up6 *{\footnote \pard\plain \s246\ri1440 \fs20 {\fs18\up6 *} Bei Pisum ist es wohl ausser Zweifel gestellt, dass zur Bildung des neuen Embryo eine vollst\'8andige Vereinigung der Elemente beider Befruchtungszellen stattfinden m\'9fsse. Wie wollte man es sonst erkl\'8a ren, dass unter den Nachkommen der Hybriden beide Stammformen in gleicher Anzahl und mit allen ihren Eigenth\'9fmlichkeiten wieder hervortreten? W\'8are der Einfluss des Keimsackes auf die Pollenzelle nur ein \'8ausserer, w\'8a re demselben blos die Rolle einer Amme zugetheilt, dann k\'9annte der Erfolg einer jeden k\'9fnstlichen Befruchtung kein anderer sein, als dass die entwickelte Hybride ausschliesslich der Pollenpflanze gleich k\'8ame, oder ihr doch sehr nahe st\'8a nde. Das haben die bisherigen Versuche in keinerlei Weise best\'8atigt. Ein gr\'9fndlicher Beweis f\'9fr die vollkommene Vereinigung des Inhaltes beider Zellen liegt wohl in der allseitig best\'8atigten Erfahrung, dass es f\'9f r die Gestalt der Hybride gleichgiltig ist, welche von den Stammformen die Samen- oder Pollenpflanze war.}}{\f16 , welche sich durch Stoffaufnahme und Bildung neuer Zellen zu einem selbst\'8a ndigen Organismus weiter zu entwickeln vermag. Diese Entwicklung erfolgt nach einem constanten Gesetze, welches in der materiellen Beschaffenheit und Anordnung der Elemente begr\'9f ndet ist, die in der Zelle zur lebensfahigen Vereinigung gelangten. Sind die Fortpflanzungszellen gleichartig und stimmen dieselben mit der Grundzelle der Mutterpflanze \'9f berein, dann wird die Entwicklung des neuen Individuums durch dasselbe Gesetz geleitet, welches f\'9fr die Mutterpflanze gilt. Gelingt es, eine Keimzelle mit einer ungleichartigen Pollenzelle zu verbinden, so m\'9f ssen wir annehmen, dass zwischen jenen Elementen beider Zellen, welche die gegenseitigen Unterschiede bedingen, irgend eine Ausgleichung stattfindet. Die daraus hervorgehende Vermittlungszelle wird zur Grundlage des Hybriden-Organismus, dessen Entwicklung nothwendig nach einem anderen Gesetze erfolgt, als bei jeder der beiden Stammarten. Wird die Ausgleichung als eine vollst\'8andige angenommen, in dem Sinne n\'8a mlich, dass der hybride Embryo aus gleichartigen Zellen gebildet wird, in welchen die Differenzen }{\i\f16 g\'8anzlich und bleibend vermittelt}{\f16 sind, so w\'9frde sich als weitere Folgerung ergeben, dass die Hybride, wie jede andere selbst\'8a ndige Pflanzenart, in ihren Nachkommen constant bleiben werde. Die Fortpflanzungszellen, welche in dem Fruchtknoten und den Antheren derselben gebildet werden, sind gleichartig und stimmen mit der zu Grunde liegenden Vermittlungszelle \'9fberein.\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920 {\f16 Bez\'9fglich jener Hybriden, deren Nachkommen }{\i\f16 ver\'8anderlich}{\f16 sind, d\'9frfte man vielleicht annehmen, dass zwischen den differirenden Elementen der Keim- und Pollenzelle wohl insofern eine Vermittlung stattfindet, dass noch die Bildung einer Zelle als Grundlage der Hybride m\'9aglich wird, dass jedoch die Ausgleichung der widerstrebenden Elemente nur eine vor \'9fbergehende sei und nicht \'9fber das Leben der Hybridpflanze hinausreiche. Da in dem Habitus derselben w\'8ahrend der ganzen Vegetationsdauer keine Aenderungen wahrnehmbar sind, m\'9f ssten wir weiter folgern, dass es den differirenden Elementen erst bei der Entwicklung der Befruchtungszellen gelinge, aus der erzwungenen Verbindung herauszutreten. Bei der Bildung dieser Zellen betheiligen sich alle vorhandenen Elemente in v\'9a llig freier und gieichm\'8assiger Anordnung, wobei nur die differirenden sich gegenseitig auschliessen. Auf diese Weise w\'9frde die Entstehung so vielerlei Keim- und Pollenzellen erm\'9aglicht, als die bildungsf\'8ahigen Elemente Combinationen zulassen. \par \par Die hier versuchte Zur\'9fckf\'9fhrung des wesentlichen Unterschiedes in der Entwicklung der Hybriden auf eine }{\i\f16 dauernde oder vor\'9fbergehende Verbindung}{\f16 der differirenden Zellelemente kann selbstverst\'8a ndlich nur den Werth einer Hypothese ansprechen, f\'9fr welche bei dem Mangel an sicheren Daten noch ein weiterer Spielraum offen st\'8ande. Einige Berechtigung f\'9fr die ausgesprochene Ansicht liegt in dem f\'9fr Pisum gef\'9f hrten Beweise, dass das Verhalten je zweier differirender Merkmale in hybrider Vereinigung unabh\'8angig ist von den anderweitigen Unterschieden zwischen den beiden Stammpflanzen, und ferner, dass die Hybride so vielerl ei Keim- und Pollenzellen erzeugt, als constante Combinationsformen m\'9aglich sind. Die unterscheidenden Merkmale zweier Pflanzen k\'9a nnen zuletzt doch nur auf Differenzen in der Beschaffenheit und Gruppirung der Elemente beruhen, welche in den Grundzellen derselben in lebendiger Wechselwirkung stehen.\par \par Die Geltung der f\'9fr Pisum aufgestellten S\'8atze bedarf allerdings selbst noch der Best\'8atigung, und es w\'8are desshalb eine Wiederholung wenigstens der wichtigeren Versuche w\'9fnschenswerth, z. B. jener \'9fber die Bescha ffenheit der hybriden- Befruchtungszellen. Dem einzelnen Beobachter kann leicht ein Differentiale entgehen, welches, wenn es auch anfangs unbedeutend scheint, doch so anwachsen kann, dass es f\'9fr das Gesammt-Resultat nicht vernachl\'8a issigt werden darf. Ob die ver\'8anderlichen Hybriden anderer Pflanzen\'8arten ein ganz \'9fbereinstimmendes \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 Verhalten beobachten, muss gleichfalls erst durch Versuche entschieden werden ; indessen d\'9f rfte man vermuthen, dass in wichtigen Puncten eine principielle Verschiedenheit nicht vorkommen k\'9anne, da die }{\i\f16 Einheit}{\f16 im Entwicklungsplane des organischen Lebens ausser Frage steht.\par \par Zum Schlusse verdienen noch eine besondere Erw\'8ahnung die von K\'9alreuter, G\'8artner u. a. durchgef\'9fhrten Versuche \'9fber die }{\i\f16 Umwandlung einer Art in eine andere durch k\'9fnstliche Befruchtung}{\f16 . Diesen Experimenten wurde eine besondere Wichtigkeit beigelegt, G\'8artner rechnet dieselben zu den "allerschwierigsten in der Bastarderzeugung."\par \par Sollte eine Art }{\b\f16 A}{\f16 in eine andere }{\b\f16 B}{\f16 verwandelt werden, so wurden beide durch Befruchtung verbunden und die erhaltenen Hybriden abermals mit dem Pollen von }{\b\f16 B}{\f16 befruchtet; dann wurde aus den verschiedenen Abk \'9ammlingen derselben jene Form ausgew\'8ahlt, welche der Art }{\b\f16 B}{\f16 am n\'8achsten stand und wiederholt mit dieser befruchtet, und sofort, bis man endlich eine Form ernielt, welche der }{\b\f16 B}{\f16 gleich kam und in ihren Nachkommen constant blieb. Damit war die Art }{\b\f16 A}{\f16 in die andere Art }{\b\f16 B}{\f16 umgewandelt. G\'8artner allein hat 30 derartige Versuche mit Pflanzen aus den G eschlechtern: Aquilegia, Dianthus, Geum, Lavatera, Lychnis, Malva, Nicotiana und Oenothera durchgef\'9fhrt. Die Umwandlungsdauer war nicht f\'9fr alle Arten eine gleiche. W\'8a hrend bei einzelnen eine 3malige Befruchtung hinreichte, musste diese bei anderen 5- bis 6mal wiederholt werden; auch f\'9fr die n\'8amlichen Arten wurden bei verschiedenen Versuchen Schwankungen beobachtet. G\'8a rtner schreibt diese Verschiedenheit dem Umstande zu, dass "die typische Kraft, womit eine Art bei der Zeugung zur Ver\'8anderung und Umbildung des m\'9ftterlichen Typus wirkt, bei den verschiedenen Gew\'8a chsen sehr verschieden ist, und dass folglich die Perioden, innerhalb welcher und die Anzahl von Generationen, durch welche die eine Art in die andere umgewandelt wird, auch verschieden sein m\'9fssen, u nd die Umwandlung bei manchen Arten durch mehr, bei anderen aber durch weniger Generationen vollbracht wird." Ferner bemerkt derselbe Beobachter, "dass es auch bei den Umwandlungsgesch\'8a ften darauf ankommt, welcher Typus und welches Individuum zu der weiteren Umwandlung gew\'8ahlt wird."\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 D\'9frfte man voraussetzen, dass bei diesen Versuchen die Entwicklung der Formen auf eine \'8ahnliche Weise wie bei Pisum erfolgte, so w\'9f rde der ganze Umwandlungsprocess eine ziemlich einfache Erkl\'8arung finden. Die Hybride bildet so vielerlei Keimzellen, als die in ihr vereinigten Merkmale constante Combinationen zulassen, und eine davon ist immer gleichartig mit den befruchtenden Pollenzellen. Demnach ist f\'9fr alle derartigen Versuche die M\'9aglichkeit vorhanden, dass schon aus der zwe iten Befruchtung eine constante Form gewonnen wird, welche der Pollenpflanze gleichkommt. Ob dieselbe aber wirklich erhalten wird, h\'8a ngt in jedem einzelnen Falle von der Zahl der Versuchspflanzen ab, sowie von der Anzahl der differirenden Merkmale, welche durch die Befruchtung vereinigt wurden. Nehmen wir z. B. an, die f\'9fr den Versuch bestimmten Pflanzen w\'8a ren in 3 Merkmalen verschieden und es sollte die Art }{\b\f16 ABC}{\f16 in die andere }{\b\f16 abc}{\f16 durch wiederholte Befruchtung mit dem Pollen derselben umgewandelt werden. Die aus der ersten Befruchtung hervorgehende Hybride bildet 8 verschiedene Arten von Keimzellen n\'8amlich:\par \par }\pard \qc\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\b\f16 ABC, ABc, AbC, aBC, Abc, aBc, abC, abc.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\i\f16 \par }{\f16 Diese werden im zweiten Versuchsjahre abermals mit den Pollenzellen }{\b\f16 abc}{\f16 verbunden und man erh\'8alt die Reihe:\par \par }\pard \qc\tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\b\f16 AaBbCc + AaBbc + AabCc + aBbCc + Aabc + aBbc + abCc + abc.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200\tx7920\tx8640\tx9360 {\i\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 Da die Form }{\b\f16 abc}{\f16 in der 8gliedrigen Reihe einmal vorkommt, so ist es wenig wahrscheinlich, dass sie unter den Versuchspflanzen fehlen k\'9a nnte, wenn diese auch nur in einer geringeren Anzahl gezogen w\'9frden, und die Umwandlung w\'8are schon nach zweimaliger Befruchtung vollendet. Sollte sie zufallig nicht erhalten werden, so m\'9fsste die Befruchtung an einer der n\'8a chst verwandten Verbindungen }{\b\f16 Aabc}{\f16 , }{\b\f16 aBbc}{\f16 , }{\b\f16 abCc}{\f16 wiederholt werden. Es wird ersichtlich, dass sich ein derartiges Experiment desto l\'8anger hinausziehen m\'9fsse, }{\i\f16 je kleiner die Anzahl der Versuchspflanzen und je gr\'9asser die Zahl der differirenden Merkmale}{\f16 an den beiden Stammarten ist, dass ferner bei den n\'8amlichen Arten leicht eine Verschiebung um eine, selbst um zwei Generationen vorkommen k\'9a nne, wie es G\'8artner beobachtet hat. Die Umwandlung weit abstehender Arten kann immerhin erst im 5. oder 6. Versuchsjahre beendet sein, indem die Anzahl der verschiedenen Keimzellen, welche an der Hybride gebildet werden, mit den differirenden Merkmalen nach den Potenzen von 2 zunimmt.\par \par G\'8artner fand durch wiederholte Versuche, dass die }{\i\f16 wechselseitige}{\f16 Umwandlungsdauer f\'9fr manche Arten verschieden ist, so dass \'9after eine Art }{\b\f16 A}{\f16 in eine andere }{\b\f16 B}{\f16 um eine Generation fr\'9fher verwa ndelt werden kann, als die Art }{\b\f16 B}{\f16 in die andere }{\b\f16 A}{\f16 . Er leitet daraus zugleich den Beweis }{\b\f16 ab}{\f16 , dass die Ansicht K\'9alreuter's doch nicht ganz stichh\'8a ltig sei, nach welcher "die beiden Naturen bei den Bastarden einander das vollkommenste Gleichgewicht halten." Es scheint jedoch, dass K\'9alreuter diesen Tadel nicht verdient, dass vielmehr G\'8artner dabei ein wichtiges Moment \'9f bersehen hat, auf welches er an einer anderen Stelle selbst aufmerksam macht, dass es n\'8amlich "darauf ankommt, welches Individuum zur weiteren Umwandlung gew\'8a hlt wird." Versuche, welche in dieser Beziehung mit zwei Pisum-Arten angestellt wurden, weisen darauf hin, dass es f\'9fr die Auswahl der tauglichsten Individuen zu dem Zwecke der weiteren Befruchtung einen grossen Unterschied machen k\'9anne, welch e von zwei Arten in die andere umgewandelt wird. Die beiden Versuchspflanzen waren in 5 Merkmalen verschieden, zugleich besass die Art }{\b\f16 A}{\f16 s\'8ammtliche dominirende, die andere }{\b\f16 B}{\f16 s\'8ammtliche recessive Merkmale. F\'9f r die wechselseitige Umwandlung wurde }{\b\f16 A}{\f16 mit dem Pollen von }{\b\f16 B}{\f16 und umgekehrt }{\b\f16 B}{\f16 mit jenem von }{\b\f16 A}{\f16 befruchtet, dann dasselbe an den beiderlei Hybriden im n\'8a chsten Jahre wiederholt. Bei dem ersten Versuche }{\b\f16 B/A}{\f16 waren im 3. Versuchsjahre f\'9fr die Auswahl der Individuen zur weiteren Befruchtung 87 Pflanzen vorhanden, }{\i\f16 und zwar in den m\'9aglichen 32 Formen}{\f16 ; f\'9f r den zweiten Versuch }{\b\f16 A/B}{\f16 wurden 73 Pflanzen erhalten; welche in ihrem Habitus durchgehends }{\i\f16 mit der Pollenpflanze \'9fbereinstimmten}{\f16 , jedoch ihrer inneren Beschaffenheit nach eben so verschieden sein mussten, wie die Formen des anderen Versuches. Eine berechnete Auswahl war daher bloss bei dem ersten Versuche m\'9aglich, bei dem zweiten mussten auf den blossen Zufall hin, einige Pflanzen ausgeschieden werden. Von den letzteren wurde nur ein Theil der Bl\'9f then mit dem Pollen von }{\b\f16 A}{\f16 befruchtet, der andere hingegen der Selbstbefruchtung \'9fberlassen. Unter je 5 Pflanzen, welche f\'9fr die beiden Versuche zur Befruchtung verwendet waren, stimmten, wie der n\'8a chstjahrige Anbau zeigte, mit der Pollenpflanze \'9fberein:\par }\pard \tx-1\tx1100\tx1440\tx2160 {\f16 \par }\pard {\f16 \par }\trowd \trgaph80\trleft640 \clshdng0\cellx7120\pard \intbl {\b\f16 Erster Versuch Zweiter Versuch\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft640 \clshdng0\cellx7120\pard \intbl {\f16 2 Pflanzen ----- in allen Merkmalen\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \intbl {\f16 3 Pflanzen ----- in 4 "\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \intbl {\f16 ---- 2 Pflanzen " 3 "\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard \intbl {\f16 ---- 2 " " 2 "\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\trowd \trgaph80\trleft640 \clshdng0\cellx7120\pard \intbl {\f16 ---- 1 " " 1 Merkmal.\cell }\pard \intbl {\f16 \row }\pard {\f16 \par }\pard \tx-1\tx1100\tx1440\tx2160 {\f16 \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 F\'9fr den ersten Versuch war damit die Umwandlung beendet, bei dem zweiten, der nicht weiter fortgesetzt wurde, h\'8a tte wahrscheinlich noch eine zweimalige Befruchtung stattfinden m\'9fssen.\par \par Wenn auch der Fall nicht h\'8aufig vorkommen d\'9frfte, dass die dominirenden Merkmale ausschliesslich der einen oder der anderen Stammpflanze angeh\'9aren, so wird es doch immer einen Unterschied machen, }{\i\f16 welche}{\f16 von beiden die gr\'9a ssere Anzahl besitzt. Kommt die Mehrzahl der dominirenden Merkmale der Pollenpflanze zu, dann wird die Auswahl der Formen f\'9fr die weitere Befruchtung einen geringere Grad von Sicherheit gew\'8ahren, als in dem umgekehrten Falle, was eine Verz\'9a gerung in der Umwandlungsdauer zur Folge haben muss, vorausgesetzt, dass man den Versuch erst dann als beendet ansieht, wenn eine Form erhalten wird, die nicht nur in ihrer Gestalt der Pollenpflanze gleichkommt, sondern auch wie diese in den Nachkommen constant bleibt.\par \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880 {\f16 Durch den Erfolg der Umwandlungs-Versuche wurde G\'8artner bewogen, sich gegen die Meinung derjenigen Naturforscher zu kehren, welche die Stabilit\'8at der Pflanzenspecies bestreiten und eine st\'8a te Fortbildung der Gew\'8achsarten annehmen. Es sieht in der vollendeten Umwandlung einer Art in die andere den unzweideutigen Beweis, dass der Species feste Grenzen gesteckt sind, \'9fber welche hinaus sie sich nicht zu \'8a ndern vermag. Wenn auch dieser Ansicht eine bedingungslose Geltung nicht zuerkannt werden kann, so findet sich doch anderseits in den von G\'8artner angestellten Versuchen eine beachtenswerthe Best\'8atigung der fr\'9fher \'9fber die Ver\'8a nderlichkeit der Culturpflanzen ausgesprochenen Vermuthung.\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480 {\f16 \par Unter den Versuchsarten kommen cultivirte Gew\'8a chse vor, wie Aquilegia atropurpurea und canadensis, Dianthus Caryophyllus, chinensis und japonicus, Nicotiana rustica und paniculata , und auch diese hatten nach einer 4- bis 5maligen hybriden Verbindung nichts von ihrer Selbst\'8andigkeit verloren. \par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par }\pard {\f16 \par }\pard \qc\box\brdrth {\b\f16 MendelWeb (http://www.mendelweb.org/) rblum@netspace.org\par }\pard \tx-1\tx720\tx1440\tx2160\tx2880\tx3600\tx4320\tx5040\tx5760\tx6480\tx7200 {\f16 \par }}